Sonntag, 20. Mai 2018
Lade Login-Box.

Das MKK zeigt in einer Jubiläumsausstellung Werke des OP-Art-Künstlers Ludwig Wilding

Täuschung als Kunst

Ingolstadt
erstellt am 26.11.2017 um 09:08 Uhr
aktualisiert am 28.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ein Ereignis voller Jubiläen, Jahrestage und Geburtstage: Am Samstagabend wurde im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (MKK) die Ausstellung „Ludwig Wilding“ (1927-2010) zu dessen 90. Geburtstag eröffnet. Mit der Schau wird das zehnjährige Bestehen der Stiftung für Konkrete Kunst und Design gefeiert, die wesentlich auf Initiative des Künstlers gegründet wurde.
Textgröße
Drucken
Jesko Schulze-Reimpell
Ingolstadt

Bis jetzt, dem Jahr 2017, konnten genau 17 künstlerische Vor- und Nachlässe aufgenommen werden. Ziel der Stiftung ist es, das Werk verschiedener Künstler zu bewahren, aufzuarbeiten und es durch Ausstellungen, Publikationen und Editionen lebendig zu erhalten. Getragen wird sie von der Stadt Ingolstadt und von Audi Art Experience.

Kulturreferent Gabriel Engert sagte bei der Ausstellungseröffnung Samstagabend, dass die Stiftung nachhaltig das Kulturleben in Ingolstadt beeinflusst habe. 7000 Werke würde die Stiftung inzwischen bewahren, 24 Ausstellungen wurden organisiert und 15 Kataloge veröffentlicht. „Die Stiftung ist rundherum ein Erfolgskonzept“, sagte Engert. Museumsdirektorin Simone Schimpf wies daraufhin, dass die Ausstellung von Ingeborg Wilding, der Witwe des Künstlers, gestiftet, konzipiert und kuratiert wurde. Alle 34 Werke der Ausstellung durch alle Schaffensperioden Wildings hindurch seien zum ersten Mal im MKK zu sehen.

Die fast durchweg in schwarz-weiß gehaltenen Bilder und Objekte des OP-Art-Künstlers Wilding sind voller Irritationen, optischer Täuschungen und Paradoxien. Nichts ist so, wie es im ersten Augenblick aussieht. Wilding arbeitet oft mit hintereinanderliegenden halbdurchsichtigen Bildebenen, deren Elemente miteinander interferieren, Moiré-Effekte bilden, Bewegungen simulieren oder virtuelle Räume. Während der Betrachter an den Bildern vorbeigeht, verändern sie sich, scheinen sich zu bewegen, beginnen zu flimmern und zu wogen. „Trau deinen Augen nicht“, sagte Simone Schimpf gestern bei der Ausstellungseröffnung. Das sei ein sehr passendes Motto im Zeitalter von Fake News, befand sie.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 25. Februar 2018. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. 

Jesko Schulze Reimpell
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!