Montag, 10. Dezember 2018
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Ruhrtriennale startet mit Stück über Afrika im 1. Weltkrieg

Duisburg
erstellt am 09.08.2018 um 11:37 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Sie sind imposant, die früheren Zechen, Kraftanlagen und Maschinenhallen. Die Ruhrtriennale macht seit 2002 diese besonderen Bauten zu Spielstätten für Kunst. Aber seit Wochen steht das Festival im Zeichen eine Debatte um Antisemitismus.
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„The Head and the Load“
Tänzer während der Fotoprobe zum Musiktheater „The Head and the Load“.
Caroline Seidel
Duisburg

In Duisburg beginnt am Abend die Ruhrtriennale. Eröffnungsproduktion ist das Stück „The Head and the Load“ („Der Kopf und die Last“) des südafrikanischen Künstlers William Kentridge.

Dabei geht es um die Rolle Afrikas im Ersten Weltkrieg. Das Stück wird in Duisburg in der Kraftzentrale im Landschaftspark Nord aufgeführt. Leiterin des Festivals ist in diesem Jahr erstmals Stefanie Carp. Programmschwerpunkte des Kulturfestes in historischen Industriebauten sind Migration und Vertreibung. Bis zum 23. September sind mehr als 30 Produktionen mit 120 Aufführungen geplant.

Zuletzt war die Ruhrtriennale wegen des Umgangs mit Antisemitismus in die Schlagzeilen geraten. Anlass war die Wiedereinladung einer schottischen Pop-Band, die zuvor wegen ihrer Nähe zur israelkritischen Bewegung BDS ausgeladen worden war. Schließlich sagte die Band von sich aus ab.

Das Hin und Her hatte viel Kritik ausgelöst. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte seinen Besuch ab.

Ruhrtriennale 2018
Nicht umunstritten: die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp.
Marcel Kusch
Duisburg
dpa
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