Freitag, 18. Januar 2019
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"Jazz for Kids" mit dem KiKa-Moderator Juri Tetzlaff im voll besetzten Rudolf-Koller-Saal

Streifzug von Arabien bis zur Milchstraße

Ingolstadt
erstellt am 30.10.2011 um 18:47 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 14:41 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Im Saal wird es dunkel. Ganz dicht bei der Bühne im Rudolf-Koller-Saal sitzen die rund 150 Kinder auf Bodenkissen und erwarten sehnsüchtig den Auftritt des medienbekannten KiKa-Moderators Juri Tetzlaff.
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Ingolstadt: Streifzug von Arabien bis zur Milchstraße
Mit Reisezaubersirup um die Welt: Das Kinderkonzert „Jazz for Kids“ in der Ingolstädter VHS - Foto: Herrmann
Ingolstadt
„Ich bin aber auch hier, weil ich Musik sehr mag“, flüstert noch schnell die elfjährige Theresa Merk vom Gnadenthal-Gymnasium. Zusammen mit vielen Eltern und den ganz „Kleinen“, die die Sitzreihen im Saal gänzlich füllen, besucht sie das im Rahmen der Ingolstädter Jazztage angebotene Programm „Jazz for Kids“ mit dem Titel „Jolli, Juri und die Jungs . . . und das große Fernweh“.
Fotostrecke: Jazz for Kids
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Jorinde Jelen, alias Jolli im leuchtroten Sommerkleidchen, betritt die Bühne, begleitet von Bastian Ruppert an der Gitarre und nimmt alle Anwesenden mit dem ersten Satz mit in das Geschehen. Kennt ihr das auch . . . dieses Jucken im Zeh, . . . dieses Krabbeln im Bauch? Das ist das Fernweh“, singt sie mit angenehmer Stimme ein gedämpftes Eingangslied.

Dann aber geht’s richtig zur Sache. Angetrieben durch pfeffrigen Jazz mit Volker Dahms, Saxofon, Christian Sievert, Kontrabass, und Johannes Sens an den Drums packen Juri Tetzlaff im Ringel-Reiseoutfit und Jolli musikalisch allerlei Skurriles wie „nach Kirschen schmeckende Zuckerwatte“ oder „Pony mit Sattel“ in den vom Kontrabass zum Knarren gebrachten Koffer. Die Reise, bei der man unbedingt dabei sein will, entpuppt sich als musikalischer Streifzug durch Arabien, zum Nordpol, von Afrika bis zum Mars und über die Milchstraße wieder zurück. Lustig frech und mit vollem Körpereinsatz performen die beiden Sänger den jeweiligen Ortswechsel. Unverkennbar durch liebliche Accessoires und ermöglicht durch einen fliegenden Teppich oder einen Raketen-Karton als dezent gesetzte Bühnen-Requisiten. Und wenn alles nichts hilft, gibt es Reisezaubersirup, den erst die Zuhörer durch Bewegung den richtigen Speed verleihen.

Überhaupt sind die Kinder ständig aufgefordert – und das tun sie mit wahrer Begeisterung – Schlangen zu mimen, außerirdisch zu tanzen oder zu brüllen wie die Tiere Afrikas. Mit der Vielfalt des Jazz, fetzigem Swing und munteren Latinorhythmen werden Orte Wirklichkeit und sogar Wärme und Kälte hörbar. Alles auf den Punkt gebracht mit lustigen Percussions-Instrumenten und freien Improvisationen – das ist eben das Schöne am Jazz.

Von Renee Herrmann
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