Samstag, 23. Juni 2018
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Michael Schölß stellt in der Städtischen Galerie im Theater Ingolstadt aus

Im Farbrausch

Ingolstadt
erstellt am 08.03.2018 um 19:25 Uhr
aktualisiert am 08.03.2018 um 22:54 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Komplett in Farbe getaucht ist die Städtische Galerie im Theater. Warmes Braun, helle Blautöne, Grün mit neonorangefarbenen Sprengseln, bunte Tupfer auf einer weiß durchwirkten Fläche. Michael Schölß, Künstler und langjähriger Kunstlehrer am Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt, stellt derzeit - neben einigen älteren Exponaten - eine Fülle an neuen Werken aus.
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Ingolstadt: Im Farbrausch
Farbig gepflanzt: Arbeit von Michael Schölß aus dem Jahr 2017.
Ingolstadt

Der Ingolstädter - Sohn des Kunstmalers Alois Schölß (1905-1986) -, der im vergangenen November seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, zeigt ein breites Spektrum an Gemälden. Es sind vor allem Landschaften, Orte im Wechsel der Jahreszeiten, die ihn beschäftigen und die er in abstrakter und assoziativer Bildsprache mit kräftigem Gestus und in meist großflächigen Arbeiten in Farbe und Form umsetzt.

"Farbe öffnet Wege" heißt denn auch die beeindruckende Schau, die erst den Künstler und nun auch den Betrachter an unterschiedliche Orte führt: ins Altmühltal, ins Blaue Land, nach Island, in die Provence, nach Italien, an die Donau, nach Tunesien, auf Sommerwiesen, ins Eis oder und immer wieder ans Meer mit dem weiten Horizont. Da bäumen sich Wolkenberge auf, gibt es durchscheinende Nebelkaskaden, Eismeer und Juragestein. Michael Schölß geht es dabei weniger um den realen Ort als um die Stimmung, das Licht und die Formen, das Atmosphärische, Naturphänomene in ihrer Vielfalt. Flirrende Hitze, klare Luft, unendliche Weite. Alles mit breitem Spachtel und Pinsel, geschichtet, geschabt, ein rhythmisches Gefüge entsteht, das durch die spezielle Technik - Acrylfarbe mit aufgestreuten Pigmenten - eine besondere Dichte und Tiefe erhält.

In drei Vitrinen hat Michael Schölß, der sich auch von der Farblehre seines Vaters beeinflussen ließ, außerdem einige seiner Skizzenbücher aufgeblättert: leicht dahin geworfene Erinnerungsmomente von verschiedenen Reisen, künstlerische Souvenirs, um ein Vielfaches gegenständlicher als seine Gemälde. In einer Vitrine liegen Zeichnungen des Vaters Alois vom Sohn Michael. Ein biografischer Bezug, die familiären Wurzeln.

 

Städtische Galerie im Theater, bis 1. April, Donnerstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr.

Von Katrin Fehr
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