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Kunst und Musik für alle: Kreative ziehen durch Ingolstadts Straßen

Alles Kultur oder was?

Ingolstadt
erstellt am 09.03.2018 um 20:13 Uhr
aktualisiert am 09.03.2018 um 23:05 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Was ist denn das? Riesige Pappfiguren, Menschen mit verrückten Kopfbedeckungen, ungewöhnliche Gefährte, Stelzengänger, ein Ukulelenorchester? Am Samstag, 17. März, wird sich der eine oder andere verwundert die Augen reiben, wenn er zwischen der Harderbastei und der Kunst- und Kulturwerkstatt Kap94 solcherlei Extravaganz begegnet.
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Ingolstadt: Alles Kultur   oder was?
Foto: DK
Ingolstadt

Fasching ist doch schon vorbei. "kunstvollZug" nennt sich die Veranstaltung des KulturKap, die nächsten Samstag um 17 Uhr beginnt und bei der Künstler aller Art durch die Ingolstädter Fußgängerzone ziehen.

Die Idee dahinter? Mehrere kulturelle Vereine und Einrichtungen werden von der Stadt Ingolstadt finanziell gefördert, sonst wären einige Projekte gar nicht realisierbar. "Wir möchten der Stadt etwas zurückgeben", sagt Hermann Blenk, einer der Mitorganisatoren vom Kap94. "Wir wollen nicht nur hier in unseren Ateliers sitzen, sondern hinaus gehen, präsent sein und den Menschen zeigen: Wir sind kreativ." So hat sich aus der Idee, Masken zu basteln und damit ein Fest zu feiern, der "kunstvollZug" entwickelt. Künstler aus unterschiedlichen Sparten wirken dabei mit. Karin Voit kümmert sich darum, die heterogene Gruppe zusammenzuhalten und organisiert den Ablaufplan des Umzuges. "Einige Künstlergruppen kamen als Teilnehmer hinzu, mit denen wir gar nicht gerechnet hatten, während andere im Laufe der Entwicklungsphase wieder ausgestiegen sind." Schließlich musste der "kunstvollZug" erst mal in Form gebracht werden.

"Die ersten Gedanken dazu fassten wir im vergangenen Sommer, das erste persönliche Treffen fand dann im November statt", erinnert sich Karin Voigt. Im Januar verdichtete sich das Projekt schließlich zu dem, was es am 17. März sein wird: ein Künstlerumzug. Was alle Gruppen vereint, ist der kreative Schöpfungsprozess, was sie unterscheidet, ist die Umsetzung. Die Kunst- und Kulturbastei beteiligt sich mit mehreren Projekten: von musikalischen "Stromlos"-Formationen mit Straßenklavier bis zu schwarz-weißen oder quietschbunt bemalten Masken aus Pappe, die in vielen Arbeitsstunden von Kindern und Jugendlichen der "IN ArtIG"-Kurse gestaltet wurden.

Die Irish-Dance-Gruppe der Tanzwerkstatt und eine kurdische Volkstanzgruppe sorgen für Abwechslung, während Chöre an verschiedenen Standpunkten auf dem Theaterplatz für das Publikum singen werden. Performances von Kleinkunstgruppen wie der Glow Connection, deren Künstler unter anderem wegen ihrer Elektrolumineszenz-Anzüge bekannt sind (deswegen auch ein später Beginn des Umzugs), werden genauso in Staunen versetzen wie das Ukulelenorchester der Musikschule Tonfraktion. Eine besondere Art der Beteiligung vollbringt das Kurierkollektiv, das seine Lastenfahrräder umbauen wird - die Spannung steigt, an welch neue Ufer es die Gruppe verschlägt. Das Team vom Kap94 wird an orangefarbenen Regenschirmen erkennbar sein.

Der "kunstvollZug" endet in einer riesigen Party mit den rhythmischen Liedermachern "Gebrüder Mühlleitner" aus Neumarkt und der Band "Einklang" aus Köln. Das heißt, alle Zuschauer dürfen sich zusammen mit dem Festzug auf den Weg zum großen Finale ins Kap94 begeben.

Als Absage an das Nischendasein heimischer Künstler wollen die Organisatoren den "kunstvollZug" verstanden wissen - und damit auch die Innenstadt beleben. Wer Lust darauf bekommen hat, spontan mit einem kreativen Kostüm oder einem unmotorisierten Fahrzeug an diesem bisher einzigartigen Ereignis teilzunehmen, ist herzlich eingeladen. Das Treffen für den Umzug ist am 17. März um 17 Uhr an der Harderbastei, Oberer Graben 55. Beginn ist um 18 Uhr.

Von Katharina Wirtz
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