Mittwoch, 16. Januar 2019
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DJ BoBo feiert mit "KaleidoLuna" Weltpremiere im Europa-Park Rust

Der King des Eurodance

Rust
erstellt am 13.01.2019 um 19:06 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 19:10 Uhr | x gelesen
Rust (DK) Auch nach 27 Jahren Karriere ist DJ BoBo für Überraschungen gut.
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Gute-Laune-Musik auf großer Bühne: 27 Jahre nach seinem ersten Hit startet DJ BoBo die neue Tour m Europapark Rust.
Gute-Laune-Musik auf großer Bühne: 27 Jahre nach seinem ersten Hit startet DJ BoBo die neue Tour m Europapark Rust.
Seeger/dpa
Rust
Nicht nur, dass die neue Show bei der Weltpremiere mit einigen technischen Innovationen aufwartet und sich Titel wie "Here Comes Tomorrow" erstmalig seit Ende der 90er wieder auf der Setlist finden. Auch die Vorliebe des Eurodance-Kings für die legendäre Rockgruppe Queen lässt er heute eindrucksvoll ins Programm einfließen und präsentiert schon kurz nach dem Beginn stolz ein abgegriffenes Albumcover seiner ersten selbst gekauften Platte, "Queen Live Killers".

Als Opening des ausverkauften Konzertes fliegt BoBo aber erst mal in einer Art Iron-Man-Anzug über die Leinwand, bevor er auf der großen Bühne auftaucht. Auf der sich spektakulär ein Raumschiff mit Anklängen an "Mondbasis Alpha 1" und "Star Wars" entfaltet. Die "Traumwelt", in die BoBo mit der neuen CD und der begleitenden Show "KaleidoLuna"entführen will, liegt zu großen Teilen irgendwo im Spannungsfeld zwischen Superhelden-Universum und Science Fiction. Etliche Kostüme könnten gut und gerne auch aus Comics stammen. Das Szenario, das der Künstler später auf der Pressekonferenz seinen "Spielplatz" nennt, bietet Raum für etwas Rock, viel Pop und natürlich den legendären Eurodance.

Während ehemalige Genrekollegen wie Dr. Alban und Mr. President heute in 90er-Jahre-Nostalgie-Packages über die Dörfer ziehen, kann der 51-Jährige diesen Style, den er maßgeblich mitgeprägt hat, immer noch im großen Rahmen präsentieren. Dementsprechend gut kommen neben den neuen Songs Klassiker wie "Somebody Dance With Me" und "There's A Party" beim begeisterten Publikum an. Aber die Musik ist eben nicht alles bei einem BoBo-Happening und Effekte sind mindestens ebenso wichtig. Die sind heute mit kreisenden Leuchtdronen und einer hydraulisch bewegbaren Bühne wirklich spezial und speziell. Umso mehr als die Musiker dank Sicherung selbst bei extremer Neigung performen können. Neben Hightech kommen mit Konfetti, Lametta und Flammen auch eher traditionelle Effekte zum Zuge. Das Raumschiff wird zwischendurch nach hinten gedreht und dank Videomapping singt und tanzt die Crew vor einem alten Herrenhaus, das später virtuell in Flammen aufgeht.

Ein Gimmick liegt dem "KaleidoLuna"-Künstler anscheinend besonders am Herzen. Vor einem schwarzen Hintergrund stimmt er, dank Sensoren an Händen und Füßen, den Schlagzeugpart von "We Will Rock You" von Queen an und trommelt quasi in der Luft. Das funktioniert zwar noch nicht hundertprozentig, wie er später zugibt, hat aber Charme. Umso mehr, als es auch die Zuschauerin Samantha ungläubig probieren darf. Und als weitere Hommage an seine großen Idole macht der Schweizer "Radio Ga Ga" zu "Radio BoBo" und serviert eine mitsingtaugliche Interpretation. Gassenhauer und Partygaranten wie "Chihuahua"und "Freedom" bringen ein abwechslungsreiches Programm nach zweieinhalb Stunden stimmungsvoll zu Ende. Bis zum Start der großen Tour Ende April, die auch in München und Nürnberg haltmacht, wird die Produktion, die in acht Stunden auf und in 16 wieder abgebaut werden kann, perfekt sitzen. Und dann heißt es: "There's A Party! "

Termine: 5. Mai, Arena Nürnberger Versicherung, 18 Uhr; 31. Mai, Olympiahalle München, 20 Uhr.
Martin Buchenberger
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