Freitag, 21. September 2018
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Folge 98: Online-Spiel erobert Smartphones III

erstellt am 05.09.2018 um 23:03 Uhr
aktualisiert am 11.09.2018 um 23:13 Uhr | x gelesen
Eine große Kostenfalle stellen beim Spiel „Fortnight:BattleRoyal“ die In-App-Käufe dar, die getätigt werden können: Während des Spielverlaufs besteht die Möglichkeit, die eigene Spielfigur mit Charakter-Skinsauszustatten, an denen der Levelstatus der Figur erkennbar ist.
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Diese Käufe müssen mit einer eigenen Währung („Vindertech-Bucks – V-Bucks“) bezahlt werden, so dass leicht der Überblick über die echtenKosten verloren gehen kann. Die Kosten bewegen sich von 10,99 Euro für 1000 V-Bucks bis 109,99 Euro für 13 500 V-Bucks. Diese V-Bucks können während des Spielverlaufes nicht erspielt werden. Die Gegenstände bringen zwar keine Vorteile, sind aber bei den Spielerinnen und Spielern sehr beliebt. Daher besteht für Kinder und Jugendliche die Gefahr, dass sie größere Summen in die Spielwährung investieren, um die eigene Spielfigur neu einzukleiden oder mit besonders lustigen Gegenständen auszustatten.
 
Während des Spielverlaufs ist es möglich, sich mit anderen Spielern zu unterhalten. Wie in allen Spielen mit integrierter Chatfunktion besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche beleidigt, belästigt oder zur Preisgabe persönlicher Daten aufgefordert werden. Eine Meldefunktion ist integriert. Der Apple Appstore erlaubt den Download ab 12 Jahren – eine Alterskontrolle findet aber nicht statt. Der Spieleratgeber NRW empfiehlt allerdings, dass das Spiel frühestens für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet ist. Dieses Spiel ist bei vielen Kindern Thema und dürfted enWeg auf zahlreiche Smartphones finden. Deshalb hier ein paar Tipps für die Eltern:
  • Vereinbaren Sie Regeln. Sprechen Sie mit ihrem Kind darüber, wie es sich online verhalten und bei verstörenden Inhalten reagieren soll.
  • Vereinbaren Sie, wie lange Ihr Kind spielen darf.
  • Spielen Sie mit ihrem Kind. So können Sie erleben, wie ihr Kind auf dieses Spiel reagiert und gegebenenfalls darauf eingehen.
  • Spieler, die sich unangemessen verhalten, können über das Spielemenü gemeldet werden. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie das funktioniert.
  • Nehmen Sie ihre Sorgen in Bezug auf das Spiel ernst und reden Sie mit ihrem Kind darüber. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass digitale Spiele alleine nicht gewalttätig machen.

Zum Autor: Manfred Liesaus ist Bereichsleiter für Jugendarbeit und Prävention am Pfaffenhofener Landratsamt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Problemen und Gefahren rund um Computer, Handy und Internet. Er ist unter Manfred.Lies aus@landratsamt-paf.de oder unter der Nummer (0 84 41) 2 72 37 erreichbar.

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