Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Folge 59: Gegenseitiges Vertrauen ist das A und O

erstellt am 12.12.2017 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:34 Uhr | x gelesen
Seit über einem Jahr läuft die „Smartphone – aber sicher!“-Serie im PK – heute erscheint bereits Folge 59. Aus aktuellem Anlass unterbrechen wird den derzeit laufenden Themenbereich über den sicheren Umgang mit Facebook und geben Tipps für Eltern, die sich mit dem Gedanken tragen, ihren Kindern ein Smartphone unter den Christbaum zu legen.
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Weihnachten werden wieder viele Handys unter dem Christbaum liegen. Das Alter der Kinder, die sich ein Smartphone wünschen, geht immer mehr nach unten. Auch viele Eltern fühlen sich sicherer, wenn ihr Kind ein Handy besitzt und im Fall der Fälle erreichbar ist. Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, dem Kind ein Handy zu kaufen? Viele Eltern sehen zum Beispiel den Wechsel ihres Kindes von der Grund- zu einer weiterführenden Schule als geeigneten Anlass. Sie legen dann in der Regel weitere Wege zur Schule zurück und können sich dann per Handy schnell mit ihren Eltern in Verbindung setzen.
 
Generell gilt: Je mehr Funktionen das Handy zur Verfügung stellt, desto mehr Medienkompetenz sollte das Kind entwickelt haben. Wenn es gut mit den im Handy enthaltenen Möglichkeiten umgehen kann, es Absprachen hierzu einhält und weiß, dass es bei Problemen immer mit den Eltern sprechen kann und die Eltern ihm hier ausreichend vertrauen, dann kann das Kind auch fit für das erste Handy sein. Folgende Tipps sollte man dabei beachten:
  • Mit dem Thema „Handy“ stehen Eltern nicht alleine da. Fragen Sie im Bekanntenkreis und bei anderen Eltern nach: Wie sie damit umgehen, welche Tarife sich bei ihnen bewährt haben, welche Handys für Kinder gekauft werden und welche Regeln sich im Umgang mit neuen Smartphones bewährt haben.
  • Kinder im Grundschulalter brauchen noch kein internetfähiges Smartphone. Auch wenn kein Vertrag mit Internetnutzung abgeschlossen wurde, kann das Kind zum Beispiel über offenes Wlan in Cafés und Schnellrestaurants oder über Wlan im Freundeskreis das Internet nutzen. Für jüngere, noch unerfahrenere Kinder ist ein normales Handy oder ein Smartphone mit gesperrtem Internet die passendere Wahl.
  • Lernen Sie Handyfunktionen gemeinsam kennen und vereinbaren Sie Regeln. Zu welchen Zeiten sollte das Handy zu Hause auch mal abgeschaltet werden? Wer trägt die Kosten, wenn die Rechnung höher als vereinbart ist? Eine sehr gute Möglichkeit, diverse Regeln gemeinsam zu erstellen, ist das Angebot unter der Internetadresse www.mediennutzungsvertrag.de.
  • Das Smartphone des Kindes sollte auf jeden Fall kindersicher gemacht werden. Zum Beispiel kann der Aufruf des App-Stores oder kostenpflichtige In-App-Käufe mit einem Passwort geschützt werden. Aber: Auch wenn es Kinderschutzsoftware für mobile Geräte gibt, haben Eltern hier wenig direkte Kontrolle über Nutzungszeiten und aufgerufene Inhalte.
  • Jüngere Kinder sollten Apps nicht alleine, sondern gemeinsam mit Ihnen prüfen und im Anschluss installieren. Prüfen sie, ob die App zum Alter und den Erfahrungen ihres Kindes passt. Tipps sind zu finden unter: www.donaukurier.de/nachrichten/digital/ smartphone-aber-sicher/.
  • Auch Ihr Kind hat ein Recht auf Privatsphäre. Wenn Ihr Kind merkt, dass Sie sein Handy heimlich kontrollieren, kann das zu einem Vertrauensbruch führen.
  • Für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene sollte es immer wieder handyfreie Zeiten geben. Das kann bei gemeinsamen Essen oder auch mal im Urlaub sein.
  • Erkundigen Sie sich nach aktuellen Apps und deren Funktionen. Sehen Sie sich hilfreiche Websites an (www.klicksafe.de; www.handysektor.de; www.klick-tipps.net/kinderapps).
  • Sprechen sie mit Ihrem Kind darüber, wie teuer ein Anruf, eine SMS oder eine Minute im Internet ist. Eine Prepaid-Karte hilft, dass Handykosten nicht außer Kontrolle geraten. Erkundigen sie sich beim Mobilfunkanbieter, wie eine Drittanbietersperre eingerichtet werden kann. Quelle: www.klicksafe.de

Zum Autor: Manfred Liesaus ist Bereichsleiter für Jugendarbeit und Prävention am Pfaffenhofener Landratsamt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Problemen und Gefahren rund um Computer, Handy und Internet. Er ist unter Manfred.Lies aus@landratsamt-paf.de oder unter der Nummer (0 84 41) 2 72 37 erreichbar.

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