Dienstag, 22. Mai 2018
Lade Login-Box.

Experten erwarten steigende Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr

erstellt am 29.11.2017 um 11:27 Uhr
aktualisiert am 23.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Sicherheitsexperten erwarten eine steigende Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr. Die US-Firma McAfee kommt in einem Bericht zu dem Schluss, dass die Hacker womöglich noch zerstörerischer vorgehen werden als zuvor.
Textgröße
Drucken
Sicherheitsexperten erwarten eine steigende Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr. Cyberverbrechen könnten zunehmen
Sicherheitsexperten erwarten eine steigende Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr.
© 2017 AFP

Sicherheitsexperten erwarten eine Zunahme der Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr. Die US-Firma McAfee für Cybersicherheit veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht zu den erwarteten Gefahren im Internet im kommenden Jahr und kommt darin zu dem Schluss, dass die Hacker womöglich noch zerstörerischer vorgehen werden als zuvor. Schadsoftware-Angriffe wie "WannaCry" und "BadRabbit" in diesem Jahr könnten demnach nur ein Vorgeschmack gewesen sein.

Die Forscher von McAfee rechnen damit, dass die Cyberkriminellen neue Angriffsstrategien sowie "wirtschaftliche Modelle" entwickeln werden, um den immer besseren Abwehrmechanismen voraus zu sein. Denkbar sei, dass sie ihre Ziele weniger blockieren, sondern vielmehr beschädigen oder gleich ganz zerstören. Neue Betroffene könnten reiche Persönlichkeiten sein, die über internetfähige Geräte angreifbar sind. Diese sind oft weniger geschützt als Computer und Smartphones.

Vor diesem Hintergrund sorgt sich McAfee auch um Sicherheitslücken bei smarten Geräten im normalen Haushalt, vor allem bei Kindern. Es müsse damit gerechnet werden, dass Hersteller solcher vernetzter Helfer "noch mehr persönliche Daten sammeln, ob mit oder ohne unsere Zustimmung", um ihre schrumpfenden Gewinne zu kompensieren, erklärten die Sicherheitsexperten.

McAfee erhofft sich nach eigenen Angaben Bewegung durch die EU-Datenschutzreform, die ab Ende Mai 2018 gilt. Die neue Datenschutz-Grundverordnung löst die seit 1995 geltende Datenschutzrichtlinie ab, die wegen der rasanten Entwicklung des Internets nicht mehr zeitgemäß ist.

Das neue EU-Recht sieht einfachere Beschwerdemöglichkeiten für Verbraucher vor, wenn sie den Missbrauch ihrer Daten befürchten. Außerdem werden die beteiligten Firmen stärker in die Pflicht genommen. Das sogenannte Marktortprinzip soll dazu führen, dass sich auch viele US-Unternehmen künftig an das europäische Datenschutzrecht halten müssten.

Washington (AFP)
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!