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Südsudan gibt Millionen für Drohnen zur Kriminalitätsbekämpfung aus

erstellt am 04.12.2017 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 02.03.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Das finanziell angeschlagene Land Südsudan hat Millionen von Dollar für Überwachungsdrohnen und -kameras ausgegeben, um die wachsende Kriminalität in der Hauptstadt Juba zu bekämpfen.
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Das finanziell angeschlagene Land Südsudan hat Millionen von Dollar für Überwachungsdrohnen und -kameras ausgegeben, um die wachsende Kriminalität in der Hauptstadt Juba zu bekämpfen. Präsident Kiir möchte Kriminalität bekämpfen
Das finanziell angeschlagene Land Südsudan hat Millionen von Dollar für Überwachungsdrohnen und -kameras ausgegeben, um die wachsende Kriminalität in der Hauptstadt Juba zu bekämpfen.
© 2017 AFP

Das finanziell schwer angeschlagene Land Südsudan hat Millionen von Dollar für Überwachungsdrohnen und -kameras ausgegeben. Ziel sei es, die wachsende Kriminalität in der Hauptstadt Juba zu bekämpfen, sagte Präsident Salva Kiir am Montag bei einer Veranstaltung in einem Ausbildungszentrum der Polizei. Die ersten zwei Drohnen und elf Kameras der israelischen Firma Global seien geliefert worden.

Kriminelle könnten "nun nicht mehr ungestraft davon kommen", und "alle Flugzeuge am Flughafen werden sicher sein", sagte Kiir. Jeder könne "durchleuchtet" werden, wo auch immer er oder sie gehe.

Edward Dimitiri, Technologiedirektor im Innenministeriums, sagte, für das Projekt seien "Millionen von Dollar" aufgewandt worden. Einen genauen Preis nannte er nicht.

Seit dem Ausbruch eines Bürgerkriegs vor vier Jahren ist die Wirtschaft des Südsudans nahezu zusammengebrochen. Ein Großteil der vorher bereits armen Bevölkerung leidet Not. Der anhaltende gewaltsame Konflikt hat ein Drittel der Südsudanesen in die Flucht getrieben, mehrere Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht.

Die ersten Kameras sollen rund um Regierungsgebäude und am Flughafen installiert werden. Die israelische Firma Global wird die Installationen und Drohnen zunächst steuern, bis sie 150 sudanesische Polizisten geschult hat, um die Systeme zu übernehmen.

Dimitiri gestand, dass die langfristige Unterhaltung des Projekts für die Regierung problematisch sein könnte: Dafür sei Geld erforderlich, und der Südsudan befinde sich bekanntlich in der Krise.

Juba (AFP)
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