Montag, 18. Juni 2018
Lade Login-Box.

Behörde warnt vor unsicheren Produkten im Internet der Dinge

erstellt am 20.03.2017 um 10:54 Uhr
aktualisiert am 14.06.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor unsicheren Produkten im Internet der Dinge. Hacker könnten an Autos noch Scheibenwischer fremdsteuern oder Türschlösser hacken: "Das muss sich ändern", fordert das BSI.
Textgröße
Drucken
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor unsicheren Produkten im Internet der Dinge. Fremdgesteuerte Scheibenwischer oder geknackte Türschlösser
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor unsicheren Produkten im Internet der Dinge.
© 2017 AFP

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor unsicheren Produkten im Internet der Dinge. "Wir werden von der IT immer abhängiger werden, deshalb dürfen keine Beta-Versionen auf den Markt kommen, also Produkte, die noch nicht ausgereift sind", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag. Heute könnten Hacker an Autos noch Scheibenwischer fremdsteuern oder Türschlösser hacken: "Das muss sich ändern."

Die Digitalisierung werde nur gelingen, wenn die Unternehmen mehr für die Sicherheit der Daten und der Datenübertragung tun würden, sagte Schönbohm. Bisher sei dies für viele aber ein Randthema. Das Thema dürfe nicht der Wirtschaft allein überlassen werden. Auch die Politik müsse für Sicherheit sorgen, sagte der BSI-Chef.

"Wir wollen ein Gütesiegel einführen, das garantiert, dass das Gerät Mindeststandards für die IT-Sicherheit erfüllt." Auch das Haftungsrecht müsse sich ändern: "Wer ein Produkt herstellt, das nicht sicher ist, sollte für Schäden verantwortlich gemacht werden können", forderte Schönbohm.

Cyberattacken richteten sich oft gezielt gegen Firmen. Dabei richteten Kriminelle einen geschätzten Schaden von rund 50 Milliarden Euro in Deutschland pro Jahr an, etwa durch entgangenen Gewinn und gestohlene Patente. Das Problem werde immer größer, sagte Schönbohm: "Seit 2009 verdient die organisierte Kriminalität mehr Geld mit Cyber-Crime als mit Drogen."

Osnabrück (AFP)
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!