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YouTube muss womöglich keinen Schadenersatz bei Urheberrechtsverletzungen zahlen

erstellt am 09.05.2018 um 12:49 Uhr
aktualisiert am 09.05.2018 um 15:05 Uhr | x gelesen
Das Videoportal YouTube muss für Urheberrechtsverletzungen durch unrechtmäßig eingestellte Videos vermutlich keinen Schadenersatz zahlen. Das ergab sich bei der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) im Streit um Konzertmitschnitte.
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Das Videoportal YouTube muss für Urheberrechtsverletzungen durch unrechtmäßig eingestellte Videos vermutlich keinen Schadenersatz zahlen. BGH in Karlsruhe
Das Videoportal YouTube muss für Urheberrechtsverletzungen durch unrechtmäßig eingestellte Videos vermutlich keinen Schadenersatz zahlen.
© 2018 AFP

Das Videoportal YouTube muss für Urheberrechtsverletzungen durch unrechtmäßig eingestellte Videos vermutlich keinen Schadenersatz zahlen. Das ergab sich bei der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch im Streit um Konzertmitschnitte der Sängerin Sarah Brightman. Ein Termin für die Urteilsverkündung stand zunächst noch nicht fest.

Im Ausgangsfall forderte ein Musikproduzent von YouTube die Löschung von Konzertmitschnitten von Brightman, weil er einen Exklusivvertrag zur Auswertung ihrer Musikwerke habe. Da YouTube dem nur teilweise nachkam, klagte der Produzent auf Löschung und Schadenersatz.

Das Landgericht Hamburg hatte entschieden, dass YouTube das Hochladen von sieben bestimmten Musiktiteln aus dem Studioalbum "A Winter Symphony" verhindern muss. Zudem solle YouTube die Identität der Nutzer offenbaren, die umstrittene Videos auf der Plattform eingestellt hatten. Schadenersatzforderungen hatte das Gericht zurückgewiesen.

Der BGH scheint nun dieser Linie vermutlich folgen zu wollen. Bei der mündlichen Verhandlung hieß es mit Blick auf Schadenersatz, dass dazu eine unmittelbare Vermögensverschiebung vorliegen müsse. Der Vorteil von YouTube sei nicht direkt mit den finanziellen Nachteilen des Klägers vergleichbar.

Karlsruhe (AFP)
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