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Gutachten:
Google Streetview bricht deutsches Recht

erstellt am 29.10.2009 um 23:09 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 13:01 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Google fotografiert für seine Anwendung Streetview derzeit Straßenzüge in Ingolstadt und der Region. Auf den Fotos sind auch Menschen zu erkennen, deren Bilder so - ohne dass die Betroffenen es wissen - im Internet landen. Der DONAUKURIER hat in dieser Sache rechtliche Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Google Streetview bricht massiv deutsches Recht.
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Google nimmt derzeit Ingolstadt ins Visier.
Heumann
Der Internet-Konzern sieht das bisher anders. "Street View ist völlig legal", betont Stefan Keuchel, PR-Manager von Google in Hamburg, auf Anfrage des DONAUKURIER. In der Tat hat sich der US-Konzern kürzlich mit den deutschen Datenschützern auf einige Zugeständnisse geeinigt. Als weltweiter Standard macht eine Software zudem automatisch Gesichter, Nummernschilder und Hausnummern unkenntlich.
 
Doch das funktioniert nicht immer. Außerdem schaut die Google-Kamera auch über Zäune und Mauern. So kann unter Umständen jeder im Internet sehen, wer wo eingekauft, jemand besucht oder sich im Park gesonnt hat. In Internetforen kursieren mittlerweile reichlich Streetview-Aufnahmen von Menschen in peinlichen Situationen. 
 

Gutachten im Auftrag des DONAUKURIER

 
Der DONAUKURIER hat sich der Thematik angenommen. Der Verlag hat bei renommierten Juristen Gutachten zur rechtlichen Situation von Google Streetview in Auftrag geben. Das Ergebnis von Prof. Dr. Claus Köhler, Kanzlei Jones Day München, und Dr. Hans-Werner Moritz, Kanzlei Ernst + Moritz Freiburg: Google Streetview bricht massiv deutsches Recht. Und die Möglichkeiten, sich gegen Google Streetview zu wehren, sind größer, als gemeinhin bekannt. Vor allem Bürgermeister, in deren Kommunen Google fotografieren will, können etwas tun.

Lesen Sie mehr auf www.donaukurier.de/google

Am Samstag, 31. Oktober, erscheinen zu diesem Thema zwei Sonderseiten und ein Leitartikel im DONAUKURIER. Lesen Sie darin Details zu den Gutachten und ein Interview mit Georg Schäff, dem Verleger des DONAUKURIER. Zudem sind ab Freitagabend zusätzliche Informationen und Videointerviews mit den Gutachtern auf donaukurier.de abrufbar.
 
Google Auto
Das Google-Streetview-Auto in Schrobenhausen
Roman Heigl
Der DONAUKURIER sammelt Ihre Beschwerden gegen Street View und leitet sie an Google sowie den Bürgermeister Ihrer Gemeinde weiter. Schreiben Sie eine E-Mail an: protest@donaukurier.de oder an den DONAUKURIER, Street View, Donaustraße 7, 85049 Ingolstadt.

Die Redaktion bittet die Bevölkerung zudem darum, weitere Sichtungen des Kamerawagens telefonisch unter Telefon (08 41) 8 85 60 70 oder per E-Mail unter Ingolstadt.redaktion@donaukurier.de zu melden. Fotos von dem Google-Auto können Sie natürlich auch weiterhin direkt an die Online-Redaktion schicken (online@donaukurier.de).



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