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Neue Datenpanne bei Facebook

erstellt am 08.06.2018 um 12:23 Uhr
aktualisiert am 08.06.2018 um 14:28 Uhr | x gelesen
Beim Online-Netzwerk Facebook gibt es eine neue Datenpanne: Wie das Unternehmen am Donnerstag einräumte, wurden durch einen Software-Fehler vorübergehend private Mitteilungen öffentlich sichtbar. Betroffen waren rund 14 Millionen Nutzer.
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Beim Online-Netzwerk Facebook gibt es eine neue Datenpanne: Wie das Unternehmen am Donnerstag einräumte, wurden durch einen Software-Fehler vorübergehend private Mitteilungen öffentlich sichtbar. Betroffen waren rund 14 Millionen Nutzer. Facebook-Logo
Beim Online-Netzwerk Facebook gibt es eine neue Datenpanne: Wie das Unternehmen am Donnerstag einräumte, wurden durch einen Software-Fehler vorübergehend private Mitteilungen öffentlich sichtbar. Betroffen waren rund 14 Millionen Nutzer.
© 2018 AFP

Beim Online-Netzwerk Facebook gibt es eine neue Datenpanne: Durch einen Software-Fehler waren vorübergehend private Beiträge öffentlich sichtbar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Betroffen waren demnach rund 14 Millionen Nutzer - auch deutsche, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn mitteilte.

Facebook-Managerin Erin Egan erklärte, der Fehler sei kürzlich entdeckt worden. Betroffen seien Beiträge, die zwischen dem 18. und 27. Mai gepostet wurden. Facebook erklärte gegenüber dem BSI, die irrtümlich öffentlich gestellten Inhalte seien wieder zurückgesetzt worden und damit nur noch eingeschränkt sichtbar. Betroffene Nutzer würden beim Einloggen auf die Datenpanne hingewiesen. Sie würden zudem aufgefordert, ihre Datenschutzeinstellungen nochmals zu überprüfen.

"Dieser Vorfall macht erneut deutlich, dass Unternehmen die Sorgfaltspflicht für die Daten ihrer Kunden deutlich ernster nehmen müssen", mahnte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Laut der Behörde wurden bei der Entwicklung und Erprobung einer neuen Funktion Datenschutzeinstellungen verändert. "Es darf nicht sein, dass neue Funktionen, die im Live-Betrieb getestet werden, die Privatsphäre der Menschen gefährden", erklärte Schönbohm. "Deutlich wird auch, wie schnell die Zahl der Betroffenen in solchen Fällen in die Millionen geht."

Diese Entwicklung werde sich mit der zunehmenden Digitalisierung weiter beschleunigen und sei ein klarer Indikator dafür, dass auf dem Gebiet der Informationssicherheit deutlich mehr getan werden müsse, erklärte der BSI-Präsident.

Facebook steht bereits seit Monaten wegen seines Umgangs mit persönlichen Daten unter massivem Druck. In die Kritik geriet das Netzwerk zuletzt, weil die Daten von rund 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica gelandet waren und dann unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein sollen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Facebook über Jahre hinweg Herstellern von Smartphones weitreichenden Zugriff auf private Informationen gewährte.

Facebook erklärte, die Merkmale seiner Nutzer hätten von den Partnerfirmen nur mit Zustimmung der User verwendet werden dürfen. Zudem lägen dem Online-Konzern keine Informationen über einen Missbrauch der Daten vor.

San Francisco (AFP)
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