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Hamburgs Datenschutzbeauftragter untersagt Datenweitergabe von WhatsApp an Facebook

erstellt am 27.09.2016 um 09:27 Uhr
aktualisiert am 27.09.2016 um 20:41 Uhr | x gelesen
Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Facebook verboten, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zu erheben und zu speichern. Dazu habe er eine Verwaltungsanordnung erlassen, erklärte Caspar.
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Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Facebook verboten, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zu erheben und zu speichern. Dazu habe er eine Verwaltungsanordnung erlassen, erklärte Caspar. WhatsApp und Facebook stehen in der Kritik
Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Facebook verboten, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zu erheben und zu speichern. Dazu habe er eine Verwaltungsanordnung erlassen, erklärte Caspar.
© 2016 AFP

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Facebook verboten, Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zu erheben und zu speichern. Dazu habe er eine Verwaltungsanordnung erlassen, erklärte Caspar am Dienstag. Facebook sei auch aufgefordert worden, bereits eingetroffene WhatsApp-Nutzerdaten zu löschen.

Der zu Facebook gehörende Messengerdienst WhatsApp hatte Ende August neue Regeln für seine Nutzer veröffentlicht. Unter anderem wird die Handynummer an Facebook weitergegeben - unabhängig davon, ob der jeweilige Nutzer auch in dem sozialen Netzwerk aktiv ist. Zudem werden alle im Telefonbuch des WhatsApp-Nutzers gespeicherten Nummern an den US-Konzern weitergereicht.

Datenschützer Caspar betonte am Dienstag, bei der Übernahme von WhatsApp durch Facebook vor zwei Jahren hätten beide Firmen versichert, keine Nutzerdaten miteinander zu teilen. "Dass dies nun doch geschieht, ist nicht nur eine Irreführung der Nutzer und der Öffentlichkeit, sondern stellt auch einen Vorstoß gegen das nationale Datenschutzrecht dar", erklärte er. Es sei weder eine "wirksame Einwilligung" der Nutzer zu der Datenweitergabe eingeholt worden, noch gebe es "eine gesetzliche Grundlage für den Datenempfang".

Hamburg (AFP)
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