Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Trojaner befällt Millionen von Android-Geräten

erstellt am 06.07.2016 um 10:33 Uhr
aktualisiert am 08.08.2018 um 09:44 Uhr | x gelesen
Der Android-Trojaner HummingBad hat weltweit geschätzte 85 Millionen Smartphones und Tablets infiziert. Allein in Deutschland sollen etwa 40.000 Geräte betroffen sein.
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In einem Blogbeitrag teilen die Sicherheitsforscher von Checkpoint mit, dass es hierzulande über 13 Millionen Angriffsversuche gegeben hat. Sie entdeckten die Malware bereits im Februar. Damals soll sich HummingBad von Porno-Webseiten via Download weiterverbreitet haben. Ob dieser Verbreitungsweg noch derselbe ist, ist nicht bekannt. Auch sei nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob ein Gerät infiziert sei.
 
Wie Checkpoint mitteilt, kann der Trojaner unter Umständen Android-Geräte rooten und auf diese Art und Weise vollen Zugriff erlangen. Rund 50 Prozent der erfolgreichen Infektionen sollen laut Checkpoint auf Geräten mit der Android-Version 4.4 (auch Kitkat genannt) stattgefunden haben, 40 Prozent auf Geräten mit Versionen von 4.1 bis 4.3 (Jelly Bean). 
 

Infiziert? Zurück auf Werkeinstellungen!

 
Das Medienunternehmen Cnet teilt mit, dass es verschiedene Programme gibt, die auf den Virus hinweisen - unter anderem Zone Alarm oder Apps von Lookout, AVG und Avast. Betroffenen Nutzern bleibt im Fall, wenn ihr Gerät infiziert ist, nur eine Möglichkeit: das Smartphone oder Tablet auf Werkeinstellungen zurückzusetzen. Es wird geraten, vorher ein Backup der wichtigen Daten und Kontakte vorzunehmen, die Lieblings-Apps zu notieren und dann das Gerät quasi auf Null zurückzusetzen. 
 
Die Kriminellen missbrauchen die Android-Geräte für sogenannten Werbe-Klickbetrug und erzielen damit monatliche Einnahmen von etwa 300.000 US-Dollar. Hinter dem Trojaner steckt nach Informationen der Nachrichten-Webseite Heise die chinesische Gruppe Yingmob, die neben legitimen Werbeanalysen auch Schad-Software entwickelt. Checkpoint vermutet, dass Yingmob Dritten gegen Bezahlung den Zugriff auf infizierte Geräte ermöglicht. 
 
dk/ziu
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