Montag, 15. Oktober 2018
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Vorsicht bei unbekannten Links im Facebook-Messenger

erstellt am 23.10.2017 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 08.08.2018 um 09:22 Uhr | x gelesen
Hannover (dpa/tmn) Die Nachrichten sind knapp. Ein kurzer Satz, ein Emoji, ein Video-Link. Wer sie von Kontakten über den Facebook-Messenger zugeschickt bekommt, sollte sie auf keinen Fall öffnen, warnt die Polizei Niedersachsen. Hinter diesen Nachrichten steckt nämlich ein Versuch, an die Zugangsdaten von Facebooknutzern zu kommen.
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Die Wege dahin sind vielfältig. Mal öffnet sich nach dem Klick auf den Link eine gefälschte Facebook-Seite, über die man sich einloggen soll. Die Zugangsdaten landen dann bei den Betrügern und können missbraucht werden. In anderen Fällen werden Nutzer aufgefordert, zusätzliche Software auf dem Rechner zu installieren, um die vermeintlichen Videos anzusehen. Dabei handelt es sich in der Regel um Spionagesoftware oder Schlimmeres.

Mit Sätzen wie "Schau dich an" oder "Du?" gefolgt vom Namen des Empfängers soll der Empfänger der Nachricht neugierig gemacht werden, so die Polizei. Zudem kommt die Nachricht ja auch von einem Facebook-Freund und könnte ja echt sein. Wer nun dem Link aus der Nachricht folgt, tappt in die Falle, die hier vielseitig sein kann. So wird im Netz (z.B. bei onlinewarnungen.de) vor einer gefälschten Facebook-Login-Seite gewarnt, bei der Zugangsdaten abgephisht werden, wenn der Zugriff über eine Smartphone erfolgt. Hier sollte man nun keine Zugangsdaten eingeben. Würde man den Link von einem stationären Computer abrufen, dann würde man auf der Startseite bei Youtube landen. Ein Video, welches zuvor jedoch angepriesen wurde, existiert nicht.

Der Rat der Polizisten: Keine Zugangsdaten eingeben und keinesfalls unbekannte Programme installieren. Stattdessen sollten lieber die Absender der Nachrichten informiert werden - am besten auf anderem Weg als über den Facebook-Messenger. Ihre Facebook-Konten könnten nämlich bereis kompromittiert sein, so dass Nachrichten ohne Wissen der Konto-Inhaber versandt werden. Der alleinige Empfang solcher Nachrichten ist nicht gefährlich, so die Polizei. Hat man allerdings schon Zugangsdaten nach Erhalt solcher Nachrichten eingegeben oder Software heruntergeladen, muss schnell reagiert werden. Soweit möglich sollten Smartphone oder Computer mit aktueller Antivirensoftware geprüft werden. Außerdem muss das Facebook-Passwort geändert werden - damit man nicht selbst unwissend zum Absender solcher Nachrichten wird. Dazu loggt man sich über www.facebook.com in sein Konto ein und wählt oben rechts in der Menüleiste das kleine Dreieck-Symbol aus und klickt auf „Einstellungen“. Im folgenden Menü wird links „Sicherheit und Login“ ausgewählt, anschließend das Passwort geändert.

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