Maxhütte-Haidhof

Zwei Verletzte bei Brand in einer Autowerkstatt im Landkreis Schwandorf

13.11.2022 | Stand 13.11.2022, 11:56 Uhr
Martin Kellermeier

Die Flammen schlugen aus dem Dachstuhl der Autowerkstatt. −Fotos: Martin Kellermeier

Von Martin Kellermeier

Maxhütte-Haidhof.Helle Aufregung herrschte in der Nacht zum Sonntag im Stadtgebiet von Maxhütte-Haidhof. Der Dachstuhl der Werkstatt eines Oldtimer-Spezialisten hatte Feuer gefangen. Die weit über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr standen schnell vor mehreren Herausforderungen. Und auch der Rettungsdienst hatte gut zu tun: Zwei Menschen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.



Gegen 4.25 Uhr löste die Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg einen Großalarm aus. Mehrere Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Polizei wurden zu einem Dachstuhlbrand in die Irlbründlstraße im Ortsteil Ziegelhütte alarmiert. Zunächst ging man davon aus, dass auch Menschen gerettet werden müssen. Doch vor Ort stellte sich zum Glück heraus, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich befindet.

Zwei Notärzte vor Ort

Verletzte gab es dennoch. Die beiden Bewohner, eine 52-jährige Frau und ein 57-jähriger Mann, versuchten offenbar, Schlimmeres zu verhindern, und zogen sich dabei eine Rauchgasvergiftung zu. Laut Dominik Schmid, dem Einsatzleiter des Rettungsdienstes, erlitt der 57-Jährige zudem Verbrennungen. Nach der Erstversorgung durch zwei Notärzte brachte der Rettungsdienst die beiden Verletzten in umliegende Krankenhäuser.

Währenddessen bewiesen die Feuerwehren aus Pirkensee, Leonberg, Ponholz, Maxhütte-Winkerling, Steinsberg, Schönleiten. Regenstauf und Burglengenfeld ihre Schlagkraft. Nachdem sie festgestellt hatten, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden, konzentrierten sie sich unter der Leitung von Andreas Graf, dem stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Pirkensee, voll und ganz auf die Löscharbeiten. Schnell konnte so ein Ausbreiten des Brandes auf umliegende Gebäude vermieden werden. Bei der Einsatzführung wurde Graf von Kreisbrandrat Christian Demleitner, Kreisbrandinspektor Thomas Schmidt und Kreisbrandmeister Markus Dechant unterstützt.

Gastank wurde gekühlt

Eine große Hilfe war für die Frauen und Männer der Feuerwehr ein Anwohner. Er konnte den Einsatzkräften beim Eintreffen verschiedene Informationen zum Brandort geben und sie unter anderem auf einen Tank aufmerksam machen. Dieser war laut Tobias Sebast, dem stellvertretenden Sprecher der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf, mit etwa 3500 Kilogramm Flüssiggas gefüllt. „Das Wichtigste war es in erster Linie, diesen Gastank zu kühlen“, erklärte Sebast. Auch dies gelang und eine Explosion konnte verhindert werden.

Eine weitere Herausforderung war die Löschwasserversorgung. Da das Feuer von mehreren Seiten bekämpft wurde und auch die Burglengenfelder Drehleiter zum Einsatz kam, war der Bedarf an Wasser sehr hoch. „Irgendwann ist eben das Hydrantennetz am Ende“, sagte Tobias Sebast. Um ausreichend Löschwasser am Einsatzort zu haben, wurde ein Tanklöschfahrzeug aus Regenstauf nachalarmiert. Zudem bauten weitere wasserführende Fahrzeuge einen Pendelverkehr auf und füllten die Schläuche.

In der Werkstatt wurden Oldtimer restauriert

Beim betroffenen Betrieb handelt es sich um eine Autowerkstatt, die sich auch der Restauration von Oldtimern verschrieben hat. In und vor der Halle waren mehrere Fahrzeuge abgestellt, die teilweise ausbrannten oder erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Schadenshöhe wird auf mindestens 125000 Euro geschätzt, wie die Polizei Burglengenfeld mitteilt.

Die Brandursache muss erst noch von der Polizei ermittelt werden. Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums der Oberpfalz könnte das Feuer nach derzeitigem Ermittlungsstand durch einen technischen Defekt in der Photovoltaik-Anlage entstanden sein, die sich am Dach der Werkstatt befunden hatte.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden hin. Die Schnelleinsatzgruppe der BRK-Bereitschaften aus dem Städtedreieck baute ein größeres Zelt auf und versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Getränken.