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Gericht spricht Rupp-Familie frei

erstellt am 25.02.2011 um 11:48 Uhr
aktualisiert am 20.04.2017 um 10:25 Uhr | x gelesen
Landshut (dk) Das Wiederaufnahmeverfahren um den mysteriösen Tod des Bauern Rupp ist mit einem Freispruch für die Angehörigen ausgegangen. Das Landgericht Landshut geht zwar davon aus, dass der Bauer zuhause getötet wurde, es lasse sich jedoch nicht mehr klären, wer für den Tod des Mannes verantwortlich sei.
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Immer mehr Rätsel im Fall Rupp
Die Bergung des Mercedes von Rudolf Rupp im März 2009.
Rein
Rupps Ehefrau sowie die beiden Töchter und Matthias E., der Ex-Verlobte einer Tochter, waren 2005 zu teilweise langen Haftstrafen wegen Totschlags und Beihilfe dazu verurteilt worden. Sie hatten teilweise in – anschließend widerrufenen Geständnissen – erklärt, den Landwirt erschlagen, zerstückelt und an die Hofhunde verfüttert zu haben.
 
: Pannen und Schlampereien
Rudolf Rupp verschwand im Oktober 2001. - Foto: oh
Das erwies sich jedoch als völlig falsch: Im März 2009 wurde die vollständige Leiche Rupps mitsamt seinem Auto in der Donau gefunden. Im Wiederaufnahmeverfahren will das Landgericht Landshut daher seit Oktober klären, wie der Landwirt zu Tode kam. Das Verfahren gegen eine Tochter wurde mittlerweile wegen ihrer Schwangerschaft abgetrennt. Seit Beginn des Wiederaufnahmeverfahrens liefern sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft regelmäßig Wortgefechte.
 
In den Schlussplädoyers hatte der Staatsanwalt sieben Jahre und sechs Monate Haft für Hermine Rupp und Matthias E. wegen gemeinschaftlichen Totschlag gefordert. Die ältere Tochter solle vom Vorwurf der Beteiligung durch Unterlassung freigesprochen werden.
 
Das Gericht sprach den Angeklagten zum Teil auch Entschädigungszahlungen für die Haft zu. Allerdings handelt es sich nur um geringe Summen, da es wegen der Falschaussagen der Angeklagten im ersten Prozess erst zu einer Verurteilung kommen konnte. Die Anwälte der Familie Rupp kündigten an, Beschwerde einzulegen. Sie wollen mehr Geld für die Familie herausholen.
 
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dk
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