Tarife
Warnstreiks im Handel: Umsatz im April geschrumpft

14.06.2023 | Stand 15.06.2023, 22:59 Uhr

Warnstreik Verdi - Ein Transparent bei einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. - Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild

In den Tarifverhandlungen im bayerischen Handel macht die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks Druck. Am Mittwoch waren die Beschäftigten in mehreren Zentrallagern sowie zahlreichen Einzelhandelsfilialen zu Warnstreiks aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Verdi ging von weit mehr als 1000 Beteiligten im Freistaat aus. Die Streikbereitschaft sei hoch - auch weil die Menschen angesichts der gestiegenen Preise die Entgelterhöhung brauchten, sagte der Verhandlungsführer Einzelhandel, Hubert Thiermeyer. Auch am Donnerstag soll es wieder Streikaktionen geben.

Unterdessen zeigt sich bei den Kunden eine deutliche Kaufzurückhaltung: Im April sank der Umsatz im bayerischen Einzelhandel deutlich, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Preisbereinigt lag er um 8,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den ersten vier Monaten des Jahres beträgt das preisbereinigte Minus 5,3 Prozent.

Besonders deutlich ist das Minus im Lebensmitteleinzelhandel, wo die Umsätze im April real um 10,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat lagen. Im restlichen Einzelhandel lag das Minus bei 7,1 Prozent.

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