Champions League
Tuchel über Sperre: «Nicht schön»

19.09.2023 | Stand 20.09.2023, 23:08 Uhr |

Bayern München - Manchester United - Trainer Thomas Tuchel von München auf dem Podium. - Foto: Sven Hoppe/dpa

Seine Sperre zum Champions-League-Start nervt Bayern-Coach Tuchel. Er äußert aber volles Vertrauen in die Assistenten. Im Fokus stehen dürfte Stürmer Kane - schließlich geht es gegen seine Landsleute.

Bayern Münchens Chefcoach Thomas Tuchel ärgert sich über seine Sperre zum Champions-League-Auftakt. «Es ist nicht schön, dass ich nicht an der Seitenlinie bin», sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters einen Tag vor der Partie gegen Manchester United am Mittwoch (21.00 Uhr/Dazn).

Der 50-Jährige darf nicht auf der Bank oder in der Kabine beim Team sein, weil er beim Viertelfinal-Aus in der Vorsaison die Gelb-Rote Karte kassiert hatte. Er erzählte, dass er zwar mit der Mannschaft zum Stadion fahren dürfe, sich dann aber entfernen und die Partie von einer Loge aus verfolgen müsse. Er wird vertreten von seinen Co-Trainern Zsolt Löw und Anthony Barry. Tuchel habe «volles Vertrauen, dass die Mannschaft gut vorbereitet ist und von meinen Assistenten top gecoached wird», meinte er.

Nationalspieler Jamal Musiala sei nach seinem Comeback als Einwechselspieler zuletzt gegen Leverkusen (2:2) wieder fit für einen möglichen Einsatz von Beginn an, wenn auch nicht über die gesamten 90 Minuten. Auch Offensivakteur Kingsley Coman, der gegen Leverkusen wegen muskulärer Probleme noch fehlte, werde in den Kader zurückkehren. Der Franzose hatte am Dienstagmorgen ebenso wie der lange verletzte Neuzugang Raphael Guerreiro mit der Mannschaft trainiert - für Guerreiro komme ein Comeback aber zu früh. Joshua Kimmich dürfte - anders als gegen Bayer - ohne Einschränkungen auflaufen.

Besonders im Fokus stehen wird Harry Kane in dessen erstem internationalem Duell für die Bayern und dann auch noch gegen ein Team aus England. «Die Champions League zu gewinnen, da würde ein Traum wahr werden», sagte der Stürmer. «Und ein Finale in Wembley wäre nochmal etwas Besonderes für mich, es ist mein Nationalstadion. Aber das ist noch sehr weit entfernt.» Er wolle sich von solchen Aussichten - einem Endspiel in seiner Heimatstadt London - nicht ablenken lassen, sagte der im Sommer für 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichtete Nationalspieler.

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