Gewerkschaften
Tarifabschluss im bayerischen Einzelhandel

11.06.2024 | Stand 12.06.2024, 21:17 Uhr |

Selbstbedienungskasse - Ein Mann scannt im Edeka-Markt in Kassel Lebensmittel an einer SB-Kasse. - Foto: Swen Pförtner/dpa

Nach einem Jahr Tarifverhandlungen und Streikaktionen im bayerischen Einzelhandel haben sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber am Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Dabei übernahmen sie den bereits im Mai in Hamburg erzielten Pilotabschluss.

Wie Verdi und der Handelsverband Bayern (HBE) mitteilten, werden die Löhne nach fünf Nullmonaten rückwirkend ab Oktober 2023 um 5,3 Prozent und ab Mai 2024 um weitere 4,7 Prozent erhöht. Im dritten Tarifjahr steigen sie um 1,8 Prozent, hinzu kommt ein Festbetrag von 40 Euro. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 1000 Euro netto. Die tarifliche Altersvorsorge wird von 300 auf 420 Euro jährlich aufgestockt. Der Tarifvertrag läuft 36 Monate bis April 2026.

Laut HBE erwirtschaften in Bayern 58.000 Einzelhandelsunternehmen mit 320.000 Beschäftigten einen Umsatz von knapp 71 Milliarden Euro jährlich.

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