Essen und Bierpreise


Der Eintritt auf das Festgelände ist kostenlos. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt: Von bayerischen deftigen Speisen bis hin zu süßen Schmankerln. Das traditionelle halbe Hendl ist genauso dabei wie die schmankhaften Käseplatten.

In einigen Zelten gibt es auch in diesem Jahr vegetarische und teilweise sogar vegane Gerichte. An Dutzenden Ständen kann man Süßes wie gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Schokofrüchte kaufen.

Die Maß kostet dieses Jahr 10,40 Euro bis 10,70 Euro. Auch für alkoholfreie Getränke muss man mehr auf den Tisch legen als im vergangenen Jahr: Ein Liter Tafelwasser beläuft sich auf rund 8,27 Euro, ein Liter Spezi auf 9,27 Euro und ein Liter Limonade auf 9,04 Euro.
 

Sicherheit


Wegen des gesteigerten Sicherheitsbedürfnisses vieler Volksfest- und Wiesnbesucher haben die Veranstalter die Vorkehrungen für dieses Jahr mehr verstärkt. Die Stadt München hat dazu rund 100 Sicherheitskräfte zusätzlich eingestellt.

Keine Gäste kommen unkontrolliert auf das Festgelände. Wie auch auf dem Oberstimmer Barthelmarkt müssen Besucher auch auf der Wiesn mit Taschen- und Zutrittskontrollen rechnen. Rucksäcke und schwere Taschen sind verboten. Zudem wird es entsprechende Kontrollen an allen Eingängen geben. Der Hang entlang der Theresienhöhe (auf der Seite der Bavaria) wird mit einem Sicherheitszaun geschlossen. So soll die Umgehung der Kontrollen verhindert werden. Unkontrolliert soll in diesem Jahr kein Besucher auf das Gelände kommen können: So wird auch der Eingang am U-Bahnhof Theresienwiese geändert. Besucher, die mit der U-Bahn anreisen, werden heuer über Wegweiser, Ordner und einen Zaun auf den Bavariaring (verläuft nördlich der Theresienwiese) umgeleitet, um so einen der Eingänge nutzen zu können.

Das ist nicht erlaubt: Gepäck mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern darf nicht auf das Gelände mit genommen werden. Ausnahmen gelten bei berechtigtem Interesse zum Beispiel für Bedienungen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Sportschützen oder Teilnehmern des Festzuges. Wer doch zu viel dabei hat, kann sein Gepäck in Aufbewahrungsstellen abgeben, die rund um die Festwiese eingerichtet werden. 

Wie in den vergangen Jahren auch, bleibt weiterhin das Mitbringen von Kinderwagen an Samstagen und am "Tag der Deutschen Einheit" sowie täglich ab 18 Uhr untersagt. "Ich bin froh darüber, dass uns im Konsens aller Beteiligten gelungen ist, ein schlüssiges Sicherheitskonzept für die Wiesn zu erarbeiten. Mit dem angepassten Konzept ziehen wir die Lehren aus den jüngsten Ereignissen, ohne den Charakter der Wiesn grundsätzlich zu verändern", sagte Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU).
 

Öffnungszeiten und Programm


Das Münchner Oktoberfest beginnt am 17. September und endet am Montag, den 3. Oktober - einen Tag später als sonst, wegen des Tages der deutschen Einheit. Einlass in die Zelte ist am Eröffnungstag um 9 Uhr, das erste Bier gibt es ab 12 Uhr. Nämlich dann, wenn Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Bierfass mit den Worten "O'zapft is" anzapft. Werktags wird von 10 bis 22.30 Uhr ausgeschenkt. Am Wochenende und am Tag der deutschen Einheit wird schon ab 9 Uhr ausgeschenkt. Die Zelte schließen in der Regel um 23.30 Uhr. Bis 1 Uhr geöffnet sind zudem Käfer's Weinschänke und das Weinzelt, ausgeschenkt wird dort bis 0.30 Uhr. 

Die Verkaufsstände öffnen am ersten Wiesntag von 10 bis 24 Uhr. Von Montag bis Donnerstag sind sie von 10 bis 23.30 Uhr geöffnet. Am Tag vor dem Feiertag sogar bis 24 Uhr. An den Samstagen bleiben sie bis 24 Uhr, an Sonntagen bis 23.30 Uhr geöffnet.
 

Die wichtigsten Termine sind hier zusammengefasst

 
Samstag, 17.09.:
11 Uhr:
Traditioneller Einzug der Wiesnwirte und Münchner Brauereien auf die Theresienwiese.
12 Uhr: Eröffnung mit dem offiziellen Bierfass- Anstich durch den Münchner Oberbürgermeister

Sonntag, 18.09. 
10 Uhr: großer Festumzug mit ungefähr 9000 Trachtler-, Musik- und Schützenvereinen

ab Montag, 19.09.
10 Uhr bis 15 Uhr:
Auch in den Zelten besondere Angebote und Vergünstigungen zur „Mittagswiesn“

Dienstag, 20.09.
12 Uhr bis 18 Uhr: Kinder- und Familientag mit ermäßigten Preisen

Donnerstag, 22.09
10 Uhr:
ökumenischer „Oktoberfest Gottesdienst“ im Bierzelt

Freitag, 23.09.
mittags: geschmückte Pferdegespanne der Brauereien zum Streicheln und Anschauen

Sonntag, 25.09. 
11 Uhr:
Großes "Standkonzert" aller Oktoberfest- Kapellen auf den Stufen der Bavaria

Dienstag, 27.09. 
12 Uhr bis 18 Uhr: Kinder- und Familientag mit ermäßigten Preisen

Sonntag, 02.10. 
12 Uhr: Traditionelles Böllerschießen auf den Stufen der Bavaria

Montag, 03.10., Tag der deutschen Einheit

24 Uhr: Ende der Wiesn 2016
 

Anreise


Für einen entspannten Besuch auf der Wiesn sollte auch die Anreise möglichst unkompliziert ablaufen. Für die Anreise aus Ingolstadt sollte man eineinhalb Stunden einplanen. Der Regionalexpress von Ingolstadt braucht rund 50 Minuten zum Münchner Hauptbahnhof. In Richtung München gibt es stündlich mehrere Verbindungen, auch die Regionalbahn (eine Stunde Fahrtzeit) und der ICE (rund 40 Minuten Fahrtzeit) fahren nach München. Auf der Strecke Nürnberg - Ingolstadt - München wird es zudem Sonderfahrten geben.
Oktoberfest Übersicht
Über diese Haltestellen erreicht man die Theresienwiese.
Open Street Map
Am einfachsten gelangt man in 10 bis 15 Minuten vom Hauptbahnhof zu Fuß zum Fest. Bereits ab der Haupthalle am Hauptbahnhof ist der Weg ausgeschildert. Die U4 und U5 fahren die Theresienwiese direkt an, auch vom Hauptbahnhof aus. Zu empfehlen ist das allerdings nicht: Die U-Bahnen sind während der Wiesn noch voller als sonst. Zudem werden Besucher an der U-Bahn Theresienwiese in diesem Jahr über den Bavariaring auf das Gelände geleitet - ein direkter Zugang wie sonst ist nicht möglich.

Der Tipp: Wer dennoch mit der U-Bahn zum Festgelände kommen will, kann auch mit der U3 oder U6 zum Goetheplatz oder zur Poccistraße fahren. Von dort sind es nur einige Minuten zu Fuß zur Theresienwiese. Beide Haltestellen sind eine gute Alternative, da die Fußwege und Züge im Vergleich zur Route über den Hauptbahnhof und die Haltestelle Theresienwiese meist nicht so überfüllt sind.

Wer mit der S-Bahn anreist, steigt am Besten schon an der Hackerbrücke aus - so umgeht man den Strom der Reisenden aus Richtung Hauptbahnhof. Alleine ist man dort allerdings nicht: Die Station Hackerbrücke ist Knotenpunkt für S-Bahnfahrer aus dem Großraum München. Die Münchner Verkehrgesellschaft (MVG) rät übrigens, die Fußwege zwischen Hauptbahnhof und Oktoberfest zu nutzen.

 
 

Fahrgeschäfte


Fast 170 Fahrgeschäfte gibt es dieses Jahr auf der Wiesn. Darunter Klassiker wie das Riesenrad, Kettenkarusselle, die Krinoline oder das Teufelsrad. Geisterbahnen, Schießbuden und ähnliches sind außerdem da. Für die Kleinen gibt es Ponyreiten, eine Märchenbahn, die wilde Maus und mehr. Verringerte Fahrpreise gibt es dienstags an den Familientagen von 12 bis 18 Uhr. 


 


Zentrales Landwirtschaftsfest statt Oide Wiesn


Alle vier Jahr findet auf einem Teil der Theresienwiese das bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest statt. Parallel zum Oktoberfest dreht sich bei der Landwirtschaftsausstellung alles um Landwirtschaft und Land- und Forsttechnik, es gibt auch eine Nutztierschau. Neben einem Festzelt gibt es einen Dorfplatz mit Verkaufsständen und Infoständen. Heuer gibt es daher keine Oide Wiesn, da diese seit 2010 auf dem Gelände des zentralen Landwirtschaftsfestes statt findet. Das Festzelt ist das Traditionsfestzelt, da sonst auf der Oiden Wiesn steht.
 

Geschichte


Die Geschichte des Oktoberfestes geht bis ins Jahr 1810 zurück. Der Vorläufer des Oktoberfestes war ein Pferderennen, das anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 17. Oktober stattfand. Jahr für Jahr wurde es daraufhin privat finanziert veranstaltet. Im Jahr 1819 fand es dann erstmalig unter der Leitung der Stadt München statt. Immer mehr Buden und Fahrgeschäfte kamen dazu und verliehen dem Volksfest seinen Charakter. Das Oktoberfest fiel während des Ersten und Zweiten Weltkrieges aus. In der Zeit der großen Inflation in den 1920er Jahren und in den Nachkriegsjahren konnte es ebenfalls nicht stattfinden. Im Jahre 1950 wurde das erste Oktoberfestfass angezapft. Die Geschichte der Wiesn wird von dem Attentat am 26. September 1980 überschattet. Bei einer Explosion einer Bombe am Haupteingang starben damals 13 Menschen. Heute ist das Oktoberfest das größte Volksfest der Welt mit sechs Millionen Besuchern.
 

Tradition


Die bayerische Tradition spielt auf der Wiesn natürlich eine große Rolle. Vor allem die Trachten stehen im Mittelpunkt. Wo trägt man seine Dirndlschleife? Und warum ist das Tragen von Tracht wieder modern? Das Dirndl war ursprünglich ein einfaches Arbeitskleid. Erst in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde es als Modetrend getragen. Männer tragen Lederhosen. Ein traditionelles Fahrgeschäft ist die Krinoline, eine Art Karussell. Gegessen werden auf der Wiesn traditionell Brezn mit Hendl und natürlich einer Maß. Als Nachtisch gibt es häufig gebrannte Mandeln. Anleitungen für schöne Wiesn- Frisuren finden sie hier.