Montag, 24. September 2018
Lade Login-Box.

Appell der Vogelschützer: Ein Herz für Schwalben zeigen

Hilpoltstein
erstellt am 11.09.2018 um 11:32 Uhr
aktualisiert am 11.09.2018 um 11:35 Uhr | x gelesen
Auch wenn die Schwalben jetzt in ihre Winterquartiere in Richtung Afrika ziehen, dürfen ihre Nester an den Häusern nicht entfernt werden. Darauf hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Dienstag in Hilpoltstein (Landkreis Roth) hingewiesen. Die Schwalbennester seien ganzjährig durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.
Textgröße
Drucken
Schwalben sitzen in ihrem Nest
Schwalben sitzen in ihrem Nest.
Julian Stratenschulte/Archiv
Hilpoltstein

Das Leben in den bayerischen Brutgebieten werde für die Rauch- und Mehlschwalben immer schwerer. Es mangele an Insekten als Nahrung und an Lehmpfützen als Material zum Nestbau. Gerade im vergangenen, sehr trockenen Sommer, sei vor allem die Mehlschwalbe auf Probleme bei der Pfützensuche gestoßen. Aber auch wenn das Nest dann gebaut wurde, sei noch nicht alles gut für die Vögel. „Mehlschwalbennester werden oft von den Fassaden abgeschlagen, weil eine Verschmutzung oder Beschädigung der Fassade befürchtet wird“, so LBV-Expertin Sylvia Weber.

Wenn diese im Zuge von Baumaßnahmen abgeschlagen werden müssten, braucht man laut LBV vorab eine Genehmigung der Höheren Naturschutzbehörde. Als Ersatz würden oft Kunstnester gefordert. Mit diesen könne man durch geschickte Platzierung auch die Fassadenbeschmutzung verhindern, genauso wie mit Kotbrettern. Man sollte die künstlichen Versionen aber alle paar Jahre reinigen, hieß es. Aktuell sammeln sich laut LBV die Rauch- und Mehlschwalben in ganz Bayern, bevor sie gen Afrika ziehen.

dpa
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!