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Ex-Verleger Krüger: Bayern hat was gegen Intellektualität

München
erstellt am 07.12.2018 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 07:03 Uhr | x gelesen
Bayerns Politiker haben nach Ansicht des Ex-Verlegers Michael Krüger viel zu wenig Interesse an Kunst und Kultur. „Die Bayern haben traditionellerweise etwas gegen zu viel Intellektualität“, sagte der Präsident der Bayerischen Akademie
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Michael Krüger
Michael Krüger, Präsident der bayerischen Akademie der schönen Künste und früherer Hanser-Verleger.
Sven Hoppe/Archiv
München

der Schönen Künste im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 75. Geburtstag. „Der Spaenle war nicht ein einziges Mal bei uns. Frau Kiechle war einmal hier - weil sie einen Preis vergeben hat.“

Doch nicht nur bayerischen Kunstministern fehle das Interesse. „Es ist so, dass es sehr wenige Leute in der Politik gibt, die sich für Kultur interessieren“, sagte der frühere Hanser-Chef. „Das sind Volkswirte und Juristen. Die gehen einmal im Jahr nach Bayreuth und - wenn es eine Freikarte gibt - vielleicht auch nochmal ins Resi oder zum Symphonieorchester.“

Das Desinteresse ist aus Sicht Krügers auch der Grund dafür, dass die Akademie finanziell sehr schlecht dastehe. Er habe lange dafür kämpfen müssen, dass seine Mitarbeiter wenigstens „halbwegs anständig“ bezahlt werden. „Ich muss jede Wurst, die ich nach der Veranstaltung mit dem Künstler esse, selber bezahlen.“ Krüger ist seit 2013 Präsident der Akademie. Im kommenden Jahr gibt er sein Amt ab.

dpa
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