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Für den "Xletix"-Extrem-Hindernislauf am Samstag nördlich von Geisenfeld sind fast 4000 Starter angemeldet

Ultimativer Kick auf dem Parcours der Qualen

Geisenfeld
erstellt am 11.08.2015 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 11.08.2015 um 19:56 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (DK) Durch Schlamm robben oder ein wackeliges Netz hochklettern: Was für die einen der pure Horror ist, gibt anderen den ultimativen Kick. So etwa den fast 4000 Sportsfreunden, die am Samstag an einem Extrem-Hindernislauf nördlich von Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen teilnehmen werden. „Xletix Challenge“ nennt sich die krasse Veranstaltung, die bis Ende 2014 noch „Krassfit“ hieß und hinter der eine Gesellschaft mit Sitz in Berlin steht. Insgesamt acht Extrem-Hindernisläufe hat die Company in den zurückliegenden eineinhalb Jahren in Deutschland veranstaltet, einen weiteren in Österreich. Und nun ist erstmals Bayern an der Reihe. Als „Xletix Challenge München“ wird das beworben, was am 15. August im Bereich zwischen Nötting und Ilmendorf über die Bühne geht. Für diese „location“ entschieden habe man sich, so heißt es, „weil die Kieswerke und der Wakeboardpark in Geisenfeld vor allem eines bieten: richtig viel Wasser“.
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Geisenfeld: Ultimativer Kick auf dem Parcours der Qualen
Nichts für Saubermänner sind die 15, 25 oder 30 Hindernisse, die bei der „Xletix Challenge“ im Team zu überwinden sind. Die Teilnehmer – rund 4000 werden es am Samstag im Bereich der Schielein-Weiher sein – zahlen dafür bis zu 89 Euro. - Foto: Xletix GmbH
Geisenfeld

Ihren Extrem-Lauf groß bewerben mussten die Veranstalter dabei nicht, „wir sind mit knapp 4000 Startern ausverkauft“, sagt Janis Bandorski von der Xletix-GmbH. „Mehr gehen hier einfach nicht.“ In Tirol seinen es kürzlich 2200 Teilnehmer gewesen, in Berlin 8000. Und dies bei Startgebühren von 69 bis 89 Euro pro Person, bei Team-Meldungen wird es ein paar Euro günstiger. Für ihr Geld bekommen die Starter nicht etwa Preise oder Urkunden, sondern etwas aus ihrer Sicht Unbezahlbares: das Gefühl, im Team einen Parcours der Qualen gemeistert, mentale und körperliche Grenzen überwunden zu haben.

Bei ihrer Anmeldung konnten die Starter zwischen drei Streckenlängen wählen – sechs, zwölf oder 18 Kilometer. Je nach Distanz sind dabei etwa 15, 25 oder 30 Hindernisse zu meistern. Dabei zählen Kraft, Ausdauer, Mut, Willensstärke und vor allem Teamgeist. „Viele der Hindernisse sind so gebaut, dass sie nur als Team überwunden werden können“, berichtet Janis Bandorski. Da gilt es, eine glitschige Wand hochzuklettern, sich über einen Abgrund zu hangeln, unter Baumstämmen durchzutauchen, im Nebelwald den Durchblick zu bewahren oder auch in Eis abzutauchen.

Gestartet wird am Zentralgebäude des Wasserskiparks, und zwar ab 10 Uhr halbstündig in Wellen mit rund 300 Teilnehmern. Die Letzten werden sich somit am frühen Nachmittag auf den Weg machen, der an den Weihern entlang und durch Hopfengärten führen wird. Prellungen und Abschürfungen seien einzuplanen, heißt es auf der Homepage der Veranstalter, ernsthafte Verletzungen seien jedoch „selten“.

Die Starter – sie kommen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern – sind im Schnitt 25 bis 40 Jahre alt, für die Teilnahme muss man im Regelfall volljährig sein. Die ersten Läufe 2014 seien noch eine „Männer-Domäne“ gewesen, berichtet Janis Bandorski, „doch mittlerweile holen die Mädels stark auf“. Bei dem Lauf in Geisenfeld liege der Anteil der weiblichen Starter bei rund 35 Prozent, lässt der Veranstalter wissen.

Doch ganz egal, welches Alter oder Geschlecht: Finales Objekt der Begierde ist für jeden Starter das Finisher-Shirt mit der Aufschrift „Challenge completed“, also „Herausforderung geschafft“. Das Hemd ist neben einem Bier im Preis inbegriffen.

Von Gerhard Kohlhuber
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