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Der Ingolstädter Karl Müllner übernimmt heute als Inspekteur das Kommando über die Luftwaffe

Der Ingolstädter Karl Müllner übernimmt als Inspekteur das Kommando über die Luftwaffe

Berlin
erstellt am 24.04.2012 um 21:18 Uhr
aktualisiert am 20.04.2017 um 10:35 Uhr | x gelesen
Berlin/Ingolstadt (DK) Der Presseoffizier aus dem Verteidigungsministerium gibt sein Bestes. Aber am Ende bleiben alle Versuche ohne Ergebnis. An Karl Müllner kommt in diesen Tagen niemand ran. Es sei denn, er zählt zu den ranghöchsten Militärs oder Politikern des Landes.
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Berlin: Hoch hinaus
Neuer Chef der Luftwaffe: Generalmajor Karl Müllner.
Berlin
Heute Abend wird der gebürtige Mainburger mit Wohnsitz Ingolstadt ins Rampenlicht treten und eine der wichtigsten Aufgaben in der Bundeswehr übernehmen. Als Inspekteur der Luftwaffe ist der 56-jährige Generalmajor dann Chef von über 20 000 Soldaten. Dieser Schritt auf der Karriereleiter des Soldaten kam nicht überraschend.

Zuvor arbeitete Müllner seit April 2009 als Stabsabteilungsleiter III im Führungsstab der Streitkräfte. Die Luftwaffe kennt er wie kaum ein anderer Soldat in Deutschland. Im Jahr 2000 führte ihn sein militärischer Weg, nach zwei Jahren im Ministerium als Referent für die Grundlagen der Militärpolitik und bilaterale Beziehungen, auch in die Nähe seiner Heimat. Beim Jagdgeschwader 74 in Neuburg übernahm Müllner das Kommando von Oberst Ludwig Frank. In der Geschichte der Einheit war der Ingolstädter einer der wenigen bayerischen Kommodores des Nato-Verbandes in Neuburg. Seine Versetzung zum Luftwaffenführungskommando nach Köln fiel ihm damals nicht so leicht. Für seine Kameraden hatte er bei seiner Verabschiedung einen letzten Befehl parat: „Bleibt’s, wia’s seid’s“.

Das Leben des Vorzeige-Soldaten blieb spannend: Erfahrung im Ausland sammelte Müllner danach auch bei einem Einsatz in Afghanistan. Vor zwei Jahren berichtete er bei einem Vortrag in der Ingolstädter Pionierkaserne über seine Erlebnisse am Hindukusch. An der Spitze der Luftwaffe folgt der Ingolstädter auf Aarne Kreuzinger-Janik. Der Generalleutnant war drei Jahre lang erster Soldat bei der Luftwaffe und wird heute Abend nach 42 Jahren mit einem Großen Zapfenstreich durch Verteidigungsminister Thomas de Maizière in den Ruhestand verabschiedet. Davor schlägt die Stunde von Müllner. Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr, wird im Rahmen eines feierlichen Appells in der General-Steinhoff-Kaserne in Berlin das Kommando über die Luftwaffe an den Ingolstädter übergeben. Mehr Zeit für Interviews wird ihm danach sicher auch nicht bleiben.

 

Von Stefan König
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