Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Sozialministerium: Einrichtungen in Oberstimm und Bamberg sollen weiter keine Afrikaner aufnehmen

In "Balkan-Zentren" warten Tausende auf Abschiebung

Bamberg
erstellt am 25.01.2016 um 20:52 Uhr
aktualisiert am 29.06.2016 um 12:02 Uhr | x gelesen
Bamberg/Ingolstadt (DK) Die beiden bayerischen sogenannten Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen für Asylbewerber ohne Chance auf Bleiberecht beherbergen inzwischen jeweils mehr als 1000 Menschen. Im vergangenen Herbst hatte die Staatsregierung die "Balkan-Zentren" in Oberstimm südlich von Ingolstadt sowie in Bamberg eingerichtet, um vor allem Asylsuchende aus dem Balkan-Raum rascher schneller abschieben zu können.
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Ihre Asylanträge haben kaum Erfolgsaussichten.

In Bamberg sind momentan knapp 1150 Menschen untergebracht, wie ein Sprecher der Regierung von Oberfranken sagte. Ausgelegt ist die Unterkunft auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne auf 1500. In Oberstimm sind nach Angaben der Regierung von Oberbayern derzeit etwa 1000 Plätze belegt. Auch diese Einrichtung ist für 1500 Asylsuchende gedacht.

Im Herbst waren noch Pläne für ein drittes "Balkan-Zentrum" im Freistaat im Gespräch. Das sei derzeit aber kein Thema, teilte das Sozialministerium mit. Bayern sei mit gutem Beispiel vorangegangen und habe rasch die beiden Rückführungseinrichtungen geschaffen. "Die weiteren bis zu drei Zentren in den übrigen Bundesländern lassen noch auf sich warten." In den Zentren sind Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge direkt vor Ort. Ziel ist es, Asylanträge rasch zu prüfen und bei negativen Bescheiden die Menschen schnell zurück in ihre Herkunftsländer zu bringen.

Mitte Januar hatte es Vorschläge aus der CSU gegeben, in den "Balkan-Zentren" zusätzlich Flüchtlinge aus nordafrikanischen Staaten unterzubringen. Aus dem Sozialministerium hieß es dazu gestern auf Rückfrage unserer Zeitung, die beiden Einrichtungen seien weiterhin ausschließlich für Asylbewerber aus den Westbalkanstaaten vorgesehen. Es sei "nicht beabsichtigt, daran etwas zu ändern", erklärte eine Sprecherin.

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