Peking
Berichte: BMW will Anteil an Joint Venture deutlich erhöhen

12.07.2018 | Stand 02.12.2020, 16:05 Uhr
Neuwagen des BMW-Konzerns sind auf einem Parkplatz in der Nansha-Handelszone am Hafen geparkt. −Foto: Wenjun Chen

BMW will seinen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller Brilliance nach Medienberichten auf mindestens 75 Prozent erhöhen. Es sei das erste Mal, dass ein ausländischer Autobauer mehr als 50 Prozent an einem Joint Venture in China übernehme, zitierte der Staatsrat in Peking den chinesischen Premier Li Keqiang am Donnerstag auf seiner Webseite.

Eine Vereinbarung darüber habe der Münchner Autokonzern mit Brilliance schon bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Montag in Berlin getroffen. Nach Angaben des „Manager Magazins“ und chinesischer Medien sollen es mindestens 75 Prozent werden.

Gegenwärtig hält BMW 50 Prozent an dem Joint Venture. Brilliance hält 40,5 Prozent. Der Rest von 9,5 Prozent liegt bei der nordostchinesischen Stadt Shenyang, wo das Gemeinschaftsunternehmen angesiedelt ist. Als Reaktion auf die Berichte fiel die Aktie von Brilliance an der Börse in Hongkong um mehr als acht Prozent.

BMW in München reagierte ausweichend: „Wir können uns zum aktuellen Zeitpunkt nicht im Detail zu laufenden Gesprächen mit unserem Partner Brilliance äußern.“ Die BMW Group begrüße aber Chinas Bekenntnis zur weiteren Öffnung und zu Reformen einschließlich des Wegfalls der Begrenzung für ausländische Beteiligungen bei Pkw-Joint-Ventures vom Jahr 2022 an.

BMW pflege eine „lange und erfolgreiche“ Partnerschaft mit Brilliance. Beide entwickelten ihr Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) in China weiter, „um die strategische Positionierung beider Anteilseigner in dem Markt weiter auszubauen“.

Laut „Manager Magazin“ wird eine Beteiligung von mehr als 75 Prozent derzeit noch diskutiert. „Im Umfeld des Konzerns“ heißt es laut „Manager Magazin“, beide Seiten seien sich grundsätzlich einig. Allerdings müssten noch die Details, „vor allem der Preis“, ausgehandelt werden.

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dpa