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Umfrage: Mehrheit würde Dieselauto bei Kostenübernahme technisch umrüsten lassen

erstellt am 27.11.2017 um 10:37 Uhr
aktualisiert am 20.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eine deutliche Mehrheit der Dieselbesitzer ist einer Umfrage zufolge zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen.
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Eine deutliche Mehrheit der Dieselbesitzer ist einer Umfrage zufolge zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen. Hohe Stickoxid-Belastung in Städten
Eine deutliche Mehrheit der Dieselbesitzer ist einer Umfrage zufolge zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen.
© 2017 AFP

Eine deutliche Mehrheit der Dieselbesitzer ist zur technischen Umrüstung ihres Autos bereit, wenn die Hersteller die Kosten tragen. Wie eine durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gegebene Umfrage ergab, würden 86 Prozent der Befragten ihr Auto technisch umrüsten lassen, wenn die Kosten übernommen werden. Die Umfrage durch das Institut Kantar lag AFP am Montag vor. Am Dienstag findet das zweite Dieseltreffen mit den Kommunen statt.

Wie die Befragung weiter ergab, sind nur noch 49 Prozent zur technischen Umrüstung bereit, wenn die Hersteller nur einen Teil der Kosten und Garantien übernehmen - ebenso viele Befragte wären bereit, selbst einen Teil der Kosten zu tragen. Kantar befragte im Oktober und November 1052 Dieselbesitzer.

Vzbv-Präsident Klaus Müller sagte der Nachrichtenagentur AFP vor dem Hintergrund des anstehenden Dieseltreffens, oberstes Ziel sei es, "Fahrverbote für Dieselautos" in belasteten Städten zu verhindern. Deshalb müssten Autos weniger Stickoxid ausstoßen, und freiwillige Software-Updates reichten dafür nicht aus. Im Fall von technischen Umrüstungen dürften Verbraucher aber "keinesfalls auf den Kosten sitzen bleiben", erklärte Müller.

Im Kanzleramt findet am Dienstag das zweite Treffen von Politik und Kommunen statt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bürgermeistern betroffener Städte nehmen auch eine Reihe von Bundesministern und Ministerpräsidenten der Länder teil. Dabei dürfte es vor allem um die Verwendung von Geldern aus dem sogenannten Mobilitätsfonds gehen, den Regierung und Hersteller vereinbart haben.

Merkel müsse "die Verursacher des Dieselskandals endlich in die Pflicht nehmen", fordert Müller. Die Hersteller hätten "dreckige Autos produziert" und müssten nun "eine saubere Lösung finanzieren". Dabei müssten sie "vollständig die Kosten für technische Nachrüstungen" übernehmen und für die Folgen der Umrüstungen geradestehen.

Berlin (AFP)
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