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Porsche erwägt offenbar Verzicht auf neues Dieselmodell

erstellt am 08.08.2017 um 06:39 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Porsche erwägt einem Bericht zufolge den Verzicht auf ein bislang erfolgreiches Dieselmodell beim Cayenne. Bei dem Modell war der Anteil mit Dieselantrieb bislang hoch.
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Der Autobauer Porsche erwägt einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge den Verzicht auf ein bislang erfolgreiches Dieselmodell. Porsche-Logo
Der Autobauer Porsche erwägt einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge den Verzicht auf ein bislang erfolgreiches Dieselmodell.
© 2017 AFP

Der Autobauer Porsche erwägt einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge den Verzicht auf ein bislang erfolgreiches Dieselmodell. Bei Porsche werde offenbar darüber diskutiert, bei der Vorstellung eines neuen Modells des Geländewagens Cayenne Ende August auf die Dieselvariante zu verzichten, berichtete die "FAZ" am Dienstag. Dies werde für "wahrscheinlich befunden".

Offiziell laute der Plan bislang, eine solche Ausführung im kommenden Jahr auf den Markt zu bringen. Ein Porsche-Sprecher sagte der "FAZ": "Im Bezug auf den Diesel spielen wir verschiedene Szenarien durch". Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte Ende Juli ein Cayenne-Modell wegen illegaler Abschalt-Software zur Senkung der Abgaswerte zurückgerufen und Neuwagen die Zulassung entzogen. Betroffen sind europaweit 22.000 Wagen des Modells Cayenne Drei-Liter TDI Euro 6. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt seit Anfang Juli wegen des Anfangsverdachts auf Betrug.

Beim Cayenne ist der Anteil der Modelle mit Dieselantrieb hoch: Im ersten Halbjahr wurden 73 Prozent der Cayenne in Europa mit Dieselmotor verkauft, in Deutschland sogar 82 Prozent, wie die "FAZ" berichtete. In den USA dagegen bietet die VW-Tochter den Cayenne mit Dieselantrieb nicht an.

Insgesamt ist der Dieselanteil bei Porsche gering, er betrug im ersten Halbjahr laut Bericht nur 14 Prozent, in Deutschland allerdings 32 Prozent. Die Dieselmotoren baut das Unternehmen nicht selbst, sondern bezieht sie von der Schwester Audi.

Frankfurt/Main (AFP)
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