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Paris: USA wollen Frankreich und Deutschland auseinander dividieren

erstellt am 08.07.2018 um 12:58 Uhr
aktualisiert am 08.07.2018 um 15:15 Uhr | x gelesen
Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat der US-Regierung vorgeworfen, Frankreich und Deutschland im Handelskonflikt mit der Europäischen Union auseinander dividieren zu wollen.
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Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat der US-Regierung vorgeworfen, Frankreich und Deutschland im Handelskonflikt mit der Europäischen Union auseinander dividieren zu wollen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire
Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat der US-Regierung vorgeworfen, Frankreich und Deutschland im Handelskonflikt mit der Europäischen Union auseinander dividieren zu wollen.
© 2018 AFP

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat der US-Regierung vorgeworfen, Frankreich und Deutschland im Handelskonflikt mit der Europäischen Union auseinander dividieren zu wollen. "Die Frage ist nicht, ob es einen Handelskrieg geben wird oder nicht. Der Handelskrieg hat bereits begonnen", sagte Le Maire am Sonntag während eines Wirtschaftsforums im südfranzösischen Aix-en-Provence.

"Was unsere Partner oder unsere Gegner wollen ist, uns auseinander zu dividieren. Was die USA wollen ist, Frankreich und Deutschland auseinander zu dividieren", warnte Le Maire. Er forderte die EU-Partner auf, sich zusammenzuschließen. "Wenn wir angegriffen werden, werden wir gemeinsam und entschieden reagieren", fügte er hinzu.

Das gelte etwa, wenn die US-Regierung Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der EU verhängen sollte. Europa müsse deutlich machen, dass es eine "souveräne Wirtschaftsmacht" sei. Es sei "nicht zu verstehen, dass zwischen Verbündeten, zwischen dem amerikanischen Volk und dem Volk in Europa, ein Handelskrieg erklärt" werde.

Als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importaufschläge auf Aluminium und Stahl hatte die EU Ende Juni Vergeltungszölle in Höhe von 25 Prozent auf eine Vielzahl von US-Waren in Kraft gesetzt. Trump drohte kurz danach mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe in Höhe von 20 Prozent.

bt/gt

Aix-en-Provence (AFP)
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