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Europa-Parlament fordert schärfe Maßnahmen gegen Tachobetrug

erstellt am 11.02.2018 um 11:42 Uhr
aktualisiert am 11.02.2018 um 12:50 Uhr | x gelesen
Das Europäische Parlament hat ein schärferes Vorgehen gegen den Tachobetrug bei Gebrauchtwagen gefordert. Die Manipulation von Kilometerständen kostet Schätzungen der Polizei zufolge allein deutsche Verbraucher jedes Jahr sechs Milliarden Euro.
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Das Europäische Parlament hat ein schärferes Vorgehen gegen den Tachobetrug bei Gebrauchtwagen gefordert. Europa-Parlament fordert schärfe Maßnahmen gegen Tachobetrug
Das Europäische Parlament hat ein schärferes Vorgehen gegen den Tachobetrug bei Gebrauchtwagen gefordert.
© 2018 AFP

Das Europäische Parlament hat ein schärferes Vorgehen gegen den Tachobetrug bei Gebrauchtwagen gefordert. Die Manipulation von Kilometerständen kostet Schätzungen der Polizei zufolge allein deutsche Verbraucher jedes Jahr sechs Milliarden Euro, wie die "Wirtschaftswoche" am Sonntag vorab berichtete. "Die Kommission muss liefern", sagte der bayerische Europa-Abgeordnete Ismail Ertug (SPD) dem Wirtschaftsmagazin.

Im April wird der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments über seinen Initiativbericht abstimmen, der die EU-Kommission auffordert, gesetzlich gegen den Tachobetrug vorzugehen. In Brüssel heißt es dem Bericht zufolge, dass die Automobilindustrie bisher wenig Interesse an der Bekämpfung des Tachobetrugs habe.

Wenn Gebrauchtwagen billiger zu haben sein, würden Kunden keinen Neuwagen mehr kaufen, so der Verdacht. Ertug bezifferte die künstliche Wertsteigerung auf 2000 bis 5000 Euro ? je nach Fahrzeugsegment. Käufer mit einem geringeren verfügbaren Einkommen seien überproportional von Kilometerzählerbetrug betroffen.

CDU, CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag verständigt, Verbraucher besser vor Tachomanipulation zu schützen. Bis in Deutschland Maßnahmen ergriffen werden, könnte es aber dauern. Ertug forderte, dass Hersteller auf EU-Ebene verpflichtet werden sollen, in neuen Fahrzeugen "Hardware-Sicherheitsmodule" (HSM) einzusetzen, um Manipulation künftig zu verhindern.

Düsseldorf (AFP)
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