Montag, 18. Juni 2018
Lade Login-Box.

Bericht: Autoindustrie soll klimaschädliche Abgase um 30 Prozent bis 2030 senken

erstellt am 07.11.2017 um 12:34 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Die EU-Kommission wird nach Informationen des "Handelsblatts" eine Reduzierung der CO2-Emissionen von Neuwagen um 30 Prozent bis 2030 gegenüber dem Jahr 2021 fordern. Auf eine Elektroauto-Quote wollen die Kommissare dagegen verzichten
Textgröße
Drucken
Die EU-Kommission wird nach Informationen des "Handelsblatts" eine Reduzierung der CO2-Emissionen von Neuwagen um 30 Prozent bis 2030 gegenüber dem Jahr 2021 fordern. Brüssel will Vorschläge am Mittwoch vorlegen
Die EU-Kommission wird nach Informationen des "Handelsblatts" eine Reduzierung der CO2-Emissionen von Neuwagen um 30 Prozent bis 2030 gegenüber dem Jahr 2021 fordern.
© 2017 AFP

Die EU-Kommission will nach Informationen des "Handelsblatts" eine Reduzierung der CO2-Emissionen von Neuwagen um 30 Prozent bis 2030 gegenüber dem Jahr 2021 vorschlagen. Auf eine Elektroauto-Quote wolle die Behörde aber verzichten, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise. Die Kommission legt am Mittwoch ihr sogenanntes Mobilitätspaket mit Vorschlägen für die Reduzierung klimaschädlicher Autoabgase vor.

Sie will laut "Handelsblatt" ein Zwischenziel im Jahr 2025 von 15 Prozent Reduktion gegenüber 2021 fordern. Zur Förderung von emissionsarmen Fahrzeugen mit einem Ausstoß von weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer solle es ein Belohnungssystem geben: Hersteller, die im Jahr 2025 einen Anteil von 15 Prozent solcher Fahrzeuge in der Neuwagenflotte haben oder im Jahr 2030 einen Anteil von 30 Prozent, sollen beim Rest ihrer Flotte weniger CO2 einsparen müssen. Hersteller, die diese Vorgaben nicht erreichen, müssen laut Bericht aber nicht mit Geldstrafen rechnen.

Der europäische Autoverband ACEA hatte eine Reduktion um 20 Prozent bis 2030 gegenüber 2021 gefordert, Umweltschützer von 45 Prozent. Mit der Umstellung auf Prozentziele gibt es in der CO2-Regulierung eine wichtige Änderung: Bislang wurden die Grenzwerte immer in Gramm CO2 pro Kilometer angegeben.

Grund für die Umstellung ist, dass die Emissionen ab 2021 mit dem neuen Testprotokoll WLTP gemessen werden, das nach Ansicht von Experten höhere Werte ausgibt als der bisherige Testzyklus. Bislang gilt für die Autohersteller, dass ihre Neuwagenflotte im Jahr 2021 im Schnitt einen Ausstoß von 95 Gramm CO2 pro Kilometer oder etwa vier Litern Benzin auf 100 Kilometer unterschreiten muss. Schaffen sie das nicht, drohen Geldstrafen in Millionenhöhe.

Düsseldorf (AFP)
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!