Dienstag, 13. November 2018
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AWO-Handarbeitstreff bietet für alle Interessierten ein geselliges Zusammenkommen ohne Verpflichtung

Eine kreative Auszeit im Alltag

Wolnzach
erstellt am 12.09.2018 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Wolnzach (WZ) Sich Zeit nehmen für sich selbst, ohne Verpflichtung, ein paar Stunden mit anderen Menschen verbringen und vielleicht noch etwas lernen: Vor über einem Jahr hat sich der Handarbeitstreff der Arbeiterwohlfahrt gegründet, ein kleiner, aber treuer Stamm kommt nach Ende der Sommerferien jetzt wieder regelmäßig zusammen. Für die Frauen ist er eine Bereicherung zu ihrem Alltag geworden.
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Beim Handarbeiten nicht alleine sein ? das ist Sinn und Zweck des Treffs, den Céline Ittstein (stehend) betreut.
Beim Handarbeiten nicht alleine sein - das ist Sinn und Zweck des Treffs, den Céline Ittstein (stehend) betreut.
Trouboukis
Wolnzach
Es hat schon Zeiten gegeben, das saß Céline Ittstein ganz alleine im großen Handarbeitsraum der Mittelschule Wolnzach, wartete geduldig, ob nicht vielleicht doch noch jemand kommt. Warum der Anfang vor etwa einem Jahr etwas zäh war, kann sie sich denken: "Erstens kennen mich die Leute hier nicht, weil ich in Geisenfeld wohne, zweitens braucht so etwas Zeit." Mittlerweile aber hat sich ein zwar noch kleiner, aber doch treuer Kreis zusammen gefunden - und immer wieder schauen auch neue Interessenten vorbei. "Aber es könnten schon noch mehr sein", sagt Marianne Strobl, die das Projekt für die Arbeiterwohlfahrt in Wolnzach initiiert hat.

Das Handarbeiten steht dabei zwar im Vordergrund, ist aber eigentlich nur der Aufhänger für das eigentliche Ziel, das Strobl zu Beginn der Treffen so beschrieb: Es gehe darum, die Menschen aus ihrem Alltag, vielleicht auch aus ihrer Einsamkeit herauszuholen und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, eine gesellige Zeit zu verbringen - eben bewusst ohne Verpflichtung. "Jeder kann kommen und gehen wie er möchte", so Céline Ittstein, die ab sofort wieder jeden Dienstag von 9 bis 15 Uhr da sein wird. Bis 15 Uhr bleibt sie, weil manche Handarbeiten einfach ein längeres Zeitfenster fordern: "Gerade beim Patchworken braucht man das, sonst schafft man nicht viel", weiß sie aus Erfahrung. Und tatsächlich kommen mittlerweile passionierte Patchworkerinnen nach Wolnzach, aber eben nicht nur: Zu den Stammgästen zählen auch Strickerinnen oder Häklerinnen. Manchmal vier, manchmal auch sechs oder sieben Frauen kommen gerne, genießen die lockere Atmosphäre. Elfriede, Katharina, Angelika, Petra, Sieglinde, Josephine oder Inge, man nennt sich beim Vornamen, duzt sich, freut sich über das Zusammensein. Dabei hat es bei einigen der Damen schon ein Anschubsen gebraucht, bis sie sich getraut haben. "Ich mache ja nichts Besonderes, nur Socken", sagt eine von ihnen. Und beinahe wäre sie deshalb nicht zu den Treffen gekommen. Jetzt ist sie froh, dass sie überredet wurde - und möchte die Dienstage nicht mehr missen. "Also, langweilig wird uns hier nicht und der Gesprächsstoff geht und auch nie aus." Auch wenn sie nicht immer Zeit hat, jeden Dienstag zu kommen. "Aber das ist ja eben das Schöne, dass man da ohne Verpflichtung hingehen kann - oder eben nicht."

Gerade ist die Sommerpause zu Ende, der Handarbeitstreff mit Céline Ittstein läuft nun wieder regelmäßig jeden Dienstag, die Stammdamen freuen sich darüber. Gerade jetzt, im bald beginnenden Herbst und Winter haben viele von ihnen mehr Zeit, wenn die Arbeit im Garten getan ist.

"Es wäre schön, wenn noch mehr Leute kommen würden", wünscht sich Marianne Strobl. Der Handarbeitsraum in der Mittelschule wäre auf jeden Fall groß genug - ebenso wie die Geduld Céline Ittsteins: Sie wird jeden Dienstag bis 15 Uhr warten.
 

ECKDATEN ZUM AWO-HANDARBEITSTREFF

Der Handarbeitstreff ist ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt Wolnzach, das in Zusammenarbeit mit der leidenschaftlichen Patchworkerin Céline Ittstein in Wolnzach ins Leben gerufen wurde. Die Treffen finden ab sofort wieder regelmäßig jeden Dienstag im Handarbeitsraum im Untergeschoss der Mittelschule Wolnzach statt. Dort stehen auch Nähmaschinen zur Verfügung.

Der Handarbeitstreff ist immer von 9 bis 15 Uhr geöffnet, allerdings kann jeder kommen und gehen, wie er das möchte. Die Teilnahme ist kostenlos, die Treffen sind gedacht für alle, die Spaß am Handarbeiten, also nicht nur am Patchworken, sondern am Nähen, Stricken, Sticken, Häkeln, Klöppeln oder sonstigem Handarbeiten haben und das gerne in Gesellschaft tun.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, Fragen beantworten Céline Ittstein, Telefon (08452) 7348266, oder Marianne Strobl, Telefon (08442) 1643.
Karin Trouboukis
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