Mittwoch, 16. Januar 2019
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Eschelbacherin holt fast genau doppelt so viele Stimmen wie Vizekönigin Maria Kirzinger aus Mitterstetten

Kathi Maier ist neue Hallertauer Hopfenkönigin

Wolnzach
erstellt am 13.08.2018 um 23:15 Uhr
aktualisiert am 19.08.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Wolnzach (WZ) So haben es ihre Fans auf ein Plakat geschrieben, genau so ist es auch gekommen: "Hopfenkönigin heuer ist die Kathi Maier." Die 22-jährige Hopfenbäuerin aus Eschelbach hat am Montagabend nichts anbrennen lassen und bekam mit 1352 Stimmen fast genau doppelt so viele Stimmen wie die 21-jährige Maria Kirzinger aus Mitterstetten, die 675 Stimmen holte. Die Hallertau hat damit ein neues Zweigestirn.
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"Nur" zwei Kandidatinnen, das zu sagen, das träfe es überhaupt nicht, was sich am Montagabend in der wie immer proppenvollen Wolnzacher Volksfesthalle abgespielt hat. Denn diese Wahl setzte neue Maßstäbe: Professionell und modern wie nie zuvor war die Vorstellung der Kandidatinnen, auf vier großen Leinwänden wurden Bilder von ihnen präsentiert und auch die extra gedrehten Vorstellungsvideos gezeigt, die bereits im Vorfeld viel positive Resonanz bekamen. Niedrig wie selten war dabei der Geräuschpegel, weil vor allem die Gäste in den hinteren Bankreihen profitierten: Auch sie konnten sehr gut mitverfolgen, was sich da abspielte.
 

Sie strahlt wie eine Siegerin: Kathi Maier weiß bei ihrem Rundgang in der Festhalle allerdings noch nicht, dass sie die neue Hopfenkönigin wird.
Sie strahlt wie eine Siegerin: Kathi Maier weiß bei ihrem Rundgang in der Festhalle allerdings noch nicht, dass sie die neue Hopfenkönigin wird.
Fotos: Brenner
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Und das war wirklich erlebenswert, denn nicht nur die bisherigen Repräsentantinnen - Hopfenkönigin Theresa Zieglmeier und ihre Vizekönigin Katharina Schinagl, die an diesem Abend ihren Abschied nahmen - hatten die Hallertau bestens vertreten, auch ihre potenziellen Nachfolgerinnen Katharina Maier und Maria Kirzinger zeigten schon bei ihrer Vorstellung, was ihnen zuzutrauen ist. Beide Kandidatinnen präsentierten sich nicht nur als sehr sympathische, sondern auch fachlich versierte junge Damen: Kathi als Hopfenbäuerin und angehende Landwirtschaftsmeisterin und Maria, die Wirtstochter aus Mitterstetten (Siegelbezirk Mainburg und Siegenburg), als Agrarmarketing-Studentin. Aber damit nicht genug: Man nahm ihnen einfach ab, was sie da alles sagten.
Fotostrecke: Wahl der Hopfenkönigin
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"Hopfen ist mein ständiger Begleiter", so Maria Kirzinger, die nach eigenen Worten so lange darauf gewartet hatte, sich endlich als mögliche Hopfenkönigin vorstellen zu können. Das merkte man ihr auch an: Sie als die Kandidatin mit der Startnummer 1 sprach sehr gewandt, mit angenehmer Stimme und was sie von sich gab, hatte Hand und Fuß. Genauso Kathi, die in Eschelbach (Siegelbezirk Wolnzach) einmal den Hof der Mama übernehmen wird und auch den Siegelbezirk Geisenfeld vertritt. Grund: Auch der Hof des Vaters in Brunn wird im Vollerwerb bewirtschaftet. Sie habe "den schönsten Beruf, den man sich vorstellen kann", sagte die junge Hopfenbäuerin. Sie wolle "wahnsinnig gerne Hopfenkönigin werden", denn ihr ganzes Leben drehe sich doch um den Hopfen.
Der Titel geht nach Eschelbach: Kathi Maier reißt die Arme hoch, ihre Fans jubeln ihr zu. Sie hat doppelt so viele Stimmen geholt wie die neue Vizekönigin Maria Kirzinger.
Der Titel geht nach Eschelbach: Kathi Maier reißt die Arme hoch, ihre Fans jubeln ihr zu. Sie hat doppelt so viele Stimmen geholt wie die neue Vizekönigin Maria Kirzinger.
Fotos: Brenner
Wolnzach



So. Dann hatten die rund 2000 Gäste die Wahl: Pro Tisch wurden wie immer zehn Stimmzettel verteilt und weil es, wie schon im vergangenen Jahr, nur zwei Kandidatinnen gab, wurde auch nur in einem Wahlgang gewählt. Schon beim Auszählen zeigte sich das, was sich schon bei der Präsentation der beiden Kandidatinnen auf der Bühne angedeutet hatte. Kathi Maier, die Lokalmatadorin, war doch als Favoritin in diese Wahl gegangen, obwohl alle in der Festhalle sich einig waren: Beide Kandidatinnen würden würdige, hübsche und vor allem auch fachlich versierte Königinnen abgeben. Gut, dass sich Kathi und Maria schon im Vorfeld kennengelernt hatten und sich einig waren: "Egal, wie es ausgeht, wir machen das zusammen - für unsere Hallertau."

Diadem und Zepter holte am Ende Katharina Maier aus Eschelbach mit 1352 Stimmen, neue Vizekönigin ist damit Maria Kirzinger aus Mitterstetten mit 675 Stimmen. Und als die beiden Damen schließlich auf ihren goldenen Stühlen Platz nahmen und sich von ihren Vorgängerinnen krönen ließen, da war es allen klar: Die Haller-tau hat ein neues Zweigestirn. Und was für eines.
 
Karin Trouboukis
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