Montag, 10. Dezember 2018
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39-Jähriger hat keine Versicherung und keinen Führerschein

Mit zwei Promille ins Marktservice-Schaufenster

Wolnzach
erstellt am 09.08.2018 um 10:52 Uhr
aktualisiert am 16.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wolnzach (WZ) Nein, so haben sie sich das nicht vorgestellt. Wirklich nicht. Zwar haben sich die Verwaltungsmitarbeiter für ihre Büros im Marktservicegebäude am Marienplatz 1 wegen der großen Hitze schon etwas mehr Belüftung gewünscht. Das, was sie am Donnerstagmorgen vorfanden, war dann doch zu viel: Ein Teil des rechten Schaufensters war zertrümmert, die Ladentüre beschädigt und von der Feuerwehr Wolnzach in der Nacht notdürftig geschlossen worden, um ungebetene Eindringlinge abzuhalten.
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Luftiger Eingang: Die Marktservicemitarbeiterinnen Vera Wolf (von links), Michaela Eisenmann und Claudia Schechinger hoffen, dass sie bald wieder Tür und Fenster haben.
Luftiger Eingang: Die Marktservicemitarbeiterinnen Vera Wolf (von links), Michaela Eisenmann und Claudia Schechinger hoffen, dass sie bald wieder Tür und Fenster haben.
Foto: Trouboukis
Wolnzach
Was war passiert? Nach Auskunft der Polizei geht das Loch in der Schaufensterfront des Marktservicehauses auf das Konto eines 39-jährigen Autofahrers, der sich jetzt gleich wegen mehrerer Verkehrsstraftaten verantworten muss.

Aber der Reihe nach. Laut Polizeibericht hatte der Mann gegen 1.35 Uhr beim Versuch, seinen Kleinwagen am Marienplatz zu wenden, zu viel Gas gegeben und war schnurstracks in die rechte Schaufensterscheibe des Marktservicegebäudes gekracht. Der Autofahrer schob sein Auto noch heraus, konnte aber nicht mehr damit fahren, ließ es deshalb stehen und machte sich zu Fuß aus dem Staub.

Doch der Unfall war nicht unbemerkt geblieben, weshalb die Flucht des Unfallfahrers schon in der nahen Herrnstraße endete, wo er von einer Polizeistreife aufgegriffen wurde. Dreierlei stellten die Beamten dann fest: erstens, dass er den Fahrzeugschlüssel bei sich hatte, zweitens, dass er mit über zwei Promille ganz erheblich alkoholisiert war und drittens, dass der Unfallwagen weder zugelassen oder versichert war. Auch seinen Führerschein konnte der bulgarische Staatsbürger mit Wohnsitz in Wolnzach auf Aufforderung nicht vorweisen: Er besitzt nämlich gar keinen.

Für den Markt Wolnzach bringt der Unfall unmittelbar vor Volksfestbeginn und Festzug jetzt noch einmal eine Baustelle: Der Schaden an Tür und Fenster muss umgehend repariert werden, damit für die Festtage auch alles passt.
 
Karin Trouboukis
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