Dienstag, 19. Juni 2018
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BayWa-Agrarzentrum in Bruckbach ist offiziell eingeweiht

Wolnzach
erstellt am 13.06.2018 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Bruckbach (era) Im Herzen der Hallertau, im interkommunalen Gewerbegebiet Bruckbach zwischen Wolnzach und Rohrbach, hat die BayWa AG zusammen mit 200 geladenen Gästen ihr neues Agrar- und Hopfen-Kompetenzzentrum mit eigener Versuchsbrauerei feierlich eingeweiht. Acht Millionen Euro hat die BayWa in den Bau dieses neuen Agrarstandorts investiert.
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Ozapft ist ? mit eigens gebrautem Bier: BayWa-Zielgruppenmanager Dietmar Kaltner (links) und Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz.
Ozapft ist - mit eigens gebrautem Bier: BayWa-Zielgruppenmanager Dietmar Kaltner (links) und Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz.
Anna Ermert
Wolnzach
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes spendeten Abbé André und Pfarrer Michael Baldeweg den kirchlichen Segen. "Nicht das Gelände wird gesegnet, sondern die Leute die hier ein- und ausgehen, Geschäfte abwickeln, die hier arbeiten, Leistung erbringen, erhalten unseren Segen, stellvertretend erhalten heute sie als Gäste diesen Segen", mit diesen Worten erteilten der evangelische Pfarrer Michael Baldeweg den kirchlichen Segen und sein katholischer Kollege Abbé André verspritzte für die Gemeinden Wolnzach und Rohrbach mit Schwung das Weihwasser. Mit Fürbitten der beiden Pfarrer und einem "Vater unser" erbaten die Gäste gemeinsam den Segen Gottes, ein gewaltiger Regenguss von "oben" bekräftigte die Segnung.

Acht Millionen Euro hat die BayWa in den Bau ihres neuen Agrarstandorts investiert. Auf 15000 Quadratmetern Fläche steht nach einem Jahr Bauzeit ein Lagerhaus mit Vollsortiment - mit Düngemischanlage, Pflanzenschutzlager und sechs Metallhochsilos für die Erfassung und Lagerung der Agrarerzeugnisse; für die Landwirte ist ein modernes Zentrum mit Fokus auf den Hopfenanbau entstanden. Rund fünfzehn Mitarbeiter sind im Büro- und Verwaltungsgebäude beschäftigt, darunter auch sechs Hopfenexperten.

Baywa Spartengeschäftsführer Josef Sternecker begrüßte humorig die Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik und der Hopfenwirtschaft, Planer, Lieferanten und Kunden, die alle zum Gelingen des Zentrums beigetragen haben. Auch königlicher Besuch war vertreten, nämlich die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Zieglmeier und und die Tettnanger Hopfenkönigin Therese Locher.

"An diesem Standort sind wir für die Landwirte schnell erreichbar und können sie umgekehrt in kurzer Zeit beliefern", ging Sternecker auf die Vorzüge des Standorts Bruckbach ein, der auch Vorreiter für die Entwicklung im Landhandel sein soll. Klaus Josef Lutz, der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, verspätete sich wegen seiner Teilnahme an der BayWa-Hauptversammlung etwas, Sternecker schloss schon Wetten ab, dass Lutz überhaupt nicht mehr komme, die er aber verlor, denn Lutz versicherte: "Was ist schon eine Hauptversammlung gegen die Einweihung unseres Kompetenzzentrums hier in Bruckbach, da ist der Lutz selbstverständlich da." Das moderne Agrarzentrum in Bruckbach habe einen hohen Stellenwert.
Spendeten Gottes Segen: der evangelische Pfarrer Baldeweg (links) und der katholische Pfarrer Abbé André.
Spendeten Gottes Segen: der evangelische Pfarrer Baldeweg (links) und der katholische Pfarrer Abbé André.
Anna Ermert
Wolnzach



Man müsse sich immer bewusst sein: "Alles ist global und gleichzeitig auch lokal", betonte Lutz in seiner Rede. Als größtes zusammenhängendes Hopfenanbaugebiet der Welt sei die Hallertau ein Beispiel dafür, wie eng regionale und globale Absatzmärkte zusammenhängen: "Unsere Philosophie ist, dass sich nationales und internationales Geschäft gegenseitig stärken und stützen". Die Investition ziele auf die Spezialisierungsstrategie der BayWa ab und davon profitierten auch die Erzeuger. Das Spezialitätengeschäft, wie es die BayWa betreibe, zeichne sich durch stabile Margen und internationale Marktzugänge aus, so Lutz weiter. "Unser Ziel ist es, Schritt für Schritt unabhängiger von den Schwankungen im Handel mit Standard-Agrarprodukten wie Weizen, Mais oder Soja zu werden."

Mit der integrierten Versuchsbrauerei habe man in Bruckbach jetzt schon ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Zukünftig werden vor Ort verschiedene Rezepturen ausprobiert. Rechtzeitig für die Einweihung wurde unter den Augen von BayWa-Zielgruppenmanager Dietmar Kaltner das erste BayWa-Bier gebraut und Klaus Josef Lutz hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Anstich dieses "Jungfernsudes" vorzunehmen. "Ich mach das zum ersten Mal", sagte Lutz, krempelte die Ärmel hoch und nach zwei Schlägen war "ozapft". Ein Naturtalent? Lutz gestand dann doch ein, dass da schon einiges vorbereitet gewesen war , was aber den Genuss des ersten Schlucks nicht schmälerte.

"Wir brauchen solche Aushängeschilder, wenn unser Landkreis weiterhin wirtschaftliche so attraktiv und erfolgreich bleiben will", lobte stellvertretender Landrat Anton Westner die vom Unternehmen hier getätigten Investitionen. Entstanden sei ein modernes Zentrum für Landhandel, das vielen Menschen Sicherheit und Beschäftigung biete.

Die Gäste konnten dann beim anschließenden Festmenü ebenfalls das BayWa-Bier verkosten. Es fand allgemein guten Zuspruch.
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