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Bald soll es da grünen und blühen

Wolnzach
erstellt am 14.06.2018 um 12:02 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wolnzach (WZ) Der Laie sieht noch nicht viel, nur Erde und ein klein wenig Grün, aber Wildlebensraumberater Dominik Fehringer ist ganz begeistert: "Das wird ein echter Gewinn für die Natur und den Ort." Zwei weitere Blühflächen hat der Markt jetzt in Zusammenarbeit mit ihm angelegt. Nun heißt es: abwarten, was da alles aufgehen wird.
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Da wird bald viel blühen: Wildlebensraumberater Dominik Fehringer (links) zeigt auf die Blühfläche, die der Bauhof gerade an der Kapuzinerstraße angelegt hat.
Da wird bald viel blühen: Wildlebensraumberater Dominik Fehringer (links) zeigt auf die Blühfläche, die der Bauhof gerade an der Kapuzinerstraße angelegt hat.
Trouboukis
Wolnzach
Erst rümpfte er ein wenig die Nase, als er am Lehrerparkplatz an der Kapuzinerstraße ankam und hinüberschaute zu der direkt dort angrenzenden Blühfläche, die der Bauhof vor etwa zwei Wochen in enger Zusammenarbeit mit Wildlebensraumberater Dominik Fehringer angelegt hat. Seine anfängliche Missstimmung erklärte Bürgermeister Jens Machold so: "Da sieht man ja noch nicht wirklich viel." Tatsächlich ist die Blühfläche an der Kapuzinerstraße von dem, was man sich gemeinhin unter einer bunten Blumenwiese vorstellt, noch weit entfernt. Noch. Denn Wildlebensraumberater Fehringer sieht in den Untergrund, erkannte, was da schon alles herausspitzt: "Das wird richtig gut, wenn das jetzt schon so treibt." Denn was der vorbeispazierende Laie momentan - es hat in den vergangenen Tagen ja auch extrem viel geregnet - als braune Fläche mit ein paar grünen Halmen sieht, ist tatsächlich eine Wildblumenwiese, die der Bauhof in enger Zusammenarbeit mit dem Fachmann angelegt hat. "Da kann man jetzt täglich zuschauen, wie sich das entwickelt", so Fehringer, der übrigens voll des Lobes war: Der Markt Wolnzach sei "vorbildlich", was das Engagement für Blühflächen betrifft, dieser Standort an der Kapuzinerstraße sei "ideal". Gerade die Nachbarschaft zu Grund- und Mittelschule ermögliche es auch Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung dieser Wiese praktisch "live" mitzuverfolgen und das Leben in ihr, wenn gewünscht, in den praktischen Unterricht mit einzubinden. Denn so eine Wiese sei Lebensraum für zahlreiche Lebewesen, so Fehringer: "Für Insekten, natürlich auch die Wildbienen." Die Pflege der Blühfläche übernimmt der Bauhof in enger Zusammenarbeit mit ihm, ganz nach dem Prinzip "weniger ist mehr" und mit dem notwendigen Feingefühl für die Natur und ihre Lebewesen.

Nicht immer alles auf einmal mähen, Blühstreifen stehen lassen - nach diesem Prinzip verfahre der Wolnzacher Bauhof ohnehin, auch dafür gab es ein Lob vom Fachmann, der überhaupt vom Landkreis Pfaffenhofen in Sachen Blühflächen recht angetan ist: "Gerade haben wir hier die 400-Hektar-Marke bei den fünfjährigen Blühflächen geknackt, da schaut es anderswo ganz anders aus", so Fehringer, der als Wildlebensraumberater immerhin in ganz Oberbayern unterwegs ist.

Mit der Kapuzinerstraße hat der Markt Wolnzach in jüngster Zeit drei Blühflächen angelegt, die beiden weiteren befinden sich am Wiesensteig - auch sie ist neu - und in Starzhausen, wo bereits seit einem Jahr viel wächst und gedeiht.

Die Begeisterung Fehringers für den Einsatz des Marktes steckte am Ende auch Bürgermeister Jens Machold an: "Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig." Die Tatsache jedoch, dass viele das Werden gerade der Kapuziner-Blühfläche wegen ihrer Lage live mitverfolgen können, überzeugte am Ende auch ihn. Wann genau es dort blühen wird, kann aber auch der Fachmann noch nicht sagen: "Das hängt vom Wetter ab", so Fehringer.

Jetzt müsse man der Natur halt einfach ihren Lauf lassen.
Karin Trouboukis
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