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Aufwendige Beckensanierung der Kläranlage hat funktioniert

Wolnzach
erstellt am 10.08.2018 um 10:33 Uhr
aktualisiert am 16.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wolnzach (WZ) Ein Ende ist in Sicht, zumindest, was die Sanierungsarbeiten betrifft. Die aufwendige Verankerung mit Mikropfählen hat funktioniert, die beiden Becken der Wolnzacher Kläranlage können nach Abschluss der Endmontage in Betrieb genommen werden. Noch nicht abgeschlossen ist allerdings das juristische Verfahren.
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Keine Baustelle mehr zu sehen: Die großen Maschinen sind abgezogen, im September soll die Endmontage an der Wolnzacher Kläranlage erfolgen.
Keine Baustelle mehr zu sehen: Die großen Maschinen sind abgezogen, im September soll die Endmontage an der Wolnzacher Kläranlage erfolgen.
Foto: Trouboukis
Wolnzach
Fast fünf Jahre ist es her, dass sie entdeckt wurden: Risse und Wölbungen in den nagelneuen Kombinationsbecken der Wolnzacher Kläranlage. Einer Anlage, die der Markt Wolnzach so dringend braucht, weil die alte unter der Nutzungslast ächzt, über 40 Jahre auf dem Buckel hat und nur unter größter Anstrengung der Mitarbeiter überhaupt noch das leistet, was sie leisten soll. Aber jetzt ist ein Ende in Sicht, das Kläranlagenteam ist erleichtert: "Es war schon hart, zu sehen, dass rein baulich alles da ist, die Anlage aber doch nicht läuft", spricht Karl Schwanzer für sich und seine Kollegen. Klärwerksleiter Robert Springer kann ihm da nur beipflichten. Die Übergangszeit, die Dauerbaustelle, die vielen Fragen und Unsicherheiten und ständig die Sorge, dass der Klärwerksbetrieb auch unter suboptimalen Umständen laufen muss, haben am ganzen Team gezehrt. Aber die Sanierung hat geklappt, das bestätigt auch Doris Schneider vom Wolnzacher Bauamt: Nach Auskunft der ausführenden Firmen wurde die Baustelle bereits vor zwei Wochen geräumt, beide Becken sind nach Setzen der Mikropfähle, die die Bodenplatten nach unten verankern, betoniert. "Wir waren ständig im Austausch mit den Firmen und vor allem mit unserem Personal", sagt sie. "Das hat wirklich sehr gut geklappt." Auch sie ist erleichtert, dass die aufwendige Sanierung funktioniert hat, dass die Becken jetzt so sind, wie sie sein sollten und keine Risse und Wölbungen mehr auftraten.

Was nun noch getan werden muss, erklären Robert Springer und Karl Schwanzer von der Klärwerksmannschaft so: In den beiden Kombibecken müssen jetzt die Rundräumer montiert werden, hinzukommen weitere Innenrührwerke und Belüfter und auch die Luftleitung ist noch fertig zu bauen. Aus Sicht der Elektrotechnik muss das Leitsystem programmiert, die Schaltschränke fertig gestellt und die komplette Mess- und Regeltechnik installiert werden. "Es ist alles da", sagen Springer und Schwanzer. "Es muss nur noch eingebaut werden."

Zuständig für diese Installationen sind die Firmen Kiffer für die Maschinentechnik und die Firma Kiefl für die Elektrotechnik. Wegen anderer Baustellen und auch urlaubsbedingt rechne man mit einem Beginn der Restarbeiten Anfang September. Dem Zeitplan für den Probebetrieb dürfte demnach nichts im Wege stehen, einer endgültigen Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2019 ebenso wenig - wenn alles passt.

Der Markt ist mit der Kläranlagensanierung in die Vorleistung gegangen. Vom Wolnzacher Standpunkt aus wird das dritte und nach Einschätzung des den Markt Wolnzach vertretenden Anwalts "vermutlich auch letzte Ergänzungsgutachten" bis Ende September erwartet. Somit könne zumindest für den Markt Wolnzach das selbständige Beweisverfahren beendet werden.

Wer am Ende die Rechnungen bezahlen wird, das ist nach wie vor noch offen, das juristische Verfahren im Gange.
Karin Trouboukis
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