Eines der wichtigsten Güter unserer Gesellschaft ist die Bildung unserer Kinder. Wir beklagen uns über den Mangel an Auszubildenden, die einen Lehrberuf erlernen möchten. Im gleichen Atemzug sprechen wir über eine Schließung der Mittelschulen, also die Wiege dieser jungen Menschen.

Wohl wahr ist, dass die Kosten für einen Neubau oder eine Sanierung der Schule (Mittelschule und Grundschule teilen sich ein Gebäude) hoch sind und für kleine Gemeinden kaum zu schultern sind. Aber ist der Preis am Ende nicht doch erträglich, wenn wir zum Beispiel an den Erhalt unserer Handwerksbetriebe denken, die händeringend nach Lehrlingen suchen? Vor allem, wenn wir hier in Aresing wieder zwei erste Klassen in der Grundschule haben. Die Neubaugebiete geben auch Grund zur Hoffnung.

Vielleicht sollten wir auch bedenken, dass es für Eltern durchaus einen Grund zum Bauen gibt, wenn eine Schule vor Ort ist. Der Zuzug von Familien mit Kindern in die Gemeinden mit einer Schule wird sich auch sicherlich in der Zukunft monetär positiv auswirken. Hier ist in meinen Augen der Blick in die Zukunft unserer Gesellschaft, für die wir heute verantwortlich sind, unabdingbar. Hier müssen Gemeinden, Kommunen, Städte, Landkreise und unser Land gemeinsam nach Lösungen suchen und nicht nach Gründen, warum es nicht geht! In Anbetracht dieser Chance einer doch positiven Entwicklung wünsche ich unserem Schulverband viel Erfolg bei den zukünftigen Verhandlungen.

Stefan Wuest,

Aresing