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Gerolsbacher Gemeinderat lehnt die bereits gebaute Einhausung einer Tiefgaragenabfahrt ab

Zu viel Beton an der Grundstücksgrenze

Gerolsbach
erstellt am 14.05.2018 um 18:12 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Gerolsbach (SZ) Der Abschnitt der Pfaffenhofener Straße zwischen der Raiffeisenbank und der Gastwirtschaft Buchberger-Kettner entwickle sich zur Betonwüste - diese Kritik ist immer wieder aus der Bevölkerung zu hören.
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Betonwüste im Hauptort ? mit vorhanderner Tiefgaragenabfahrt. Der Gerolsbacher Gemeinderat lehnte diese allerdings ab.
Betonwüste im Hauptort - mit vorhanderner Tiefgaragenabfahrt. Der Gerolsbacher Gemeinderat lehnte diese allerdings ab.
Foto: Hofmann
Gerolsbach
Nun hat ein privater Bauherr mit einer Tiefgaragenabfahrt noch etwas mehr Beton in diese Gegend gebracht. Da aber wollte der Gerolsbacher Gemeinderat nicht mitmachen: Er verweigerte sein Einvernehmen.

Es ist durchaus ein größeres Wohnbauprojekt, das da in zweiter Reihe hinter der ehemaligen Tankstelle entsteht. Zehn Wohneinheiten sollen in dem Gebäude Platz haben. Und dafür hat der Bauherr auch sowohl die Genehmigung des Landratsamts als auch das Einvernehmen der Gemeinde. Dann aber baute er - noch dazu direkt an der Grundstücksgrenze - über der genehmigten Tiefgaragenabfahrt eine Einhausung. Die stimme nicht mit dem Bauplan überein, erklärte Bürgermeister Martin Seitz. Damit sei die Gemeinde vor vollendete Tatsache gestellt worden, denn erst als die Einhausung fertig gestellt war, habe der Bauherr den Antrag auf Planänderung eingereicht. Diesen Antrag hat der Gemeinderat nun einstimmig abgelehnt - wegen der Abstandsflächen, aber auch, "weil das", so Seitz, "gebaut worden ist, bevor wir gefragt worden sind."

Außerdem seien hier nachbarschaftliche Belange betroffen, stellt Thomas Kreller, Geschäftsleiter im Gerolsbacher Rathaus, klar. Denn laut Baugesetzgebung sei ein Grenzausbau - also eine Wand direkt auf der Grundstücksgrenze - auf neun Meter Länge erlaubt - die Tiefgaragenabfahrt sei aber 17 Meter lang. Die Einschätzung, ob die massive Einhausung doch noch genehmigt werden kann oder nicht, liegt nun beim Landratsamt, der Bauaufsichtsbehörde.





Bernd Hofmann
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