Sonntag, 18. November 2018
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Caritas-Kreisverband feiert Hebauf für sein neues Haus in der Bartengasse

Vollbetrieb startet in einem Jahr

Schrobenhausen
erstellt am 08.11.2018 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) In genau einem Jahr soll der Betrieb im neuen Caritas-Haus in der Bartengasse in Schrobenhausen laufen. Das versprach am Donnerstag bei der Hebauffeier Elisabeth Teschemacher, Kreisvorsitzende des Caritas. Ob das wirklich klappt, hängt im Moment noch davon ab, wann der Winter über der Baustelle hereinbricht.
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Das Dach fehlt noch: Rund 40 Menschen kamen gestern zur Hebauffeier für das neue Caritas-Haus in der Schrobenhausesener Altstadt. Das Dach soll in wenigen Tagen dicht sein und dann kann der Innenausbau starten.
Das Dach fehlt noch: Rund 40 Menschen kamen gestern zur Hebauffeier für das neue Caritas-Haus in der Schrobenhausesener Altstadt. Das Dach soll in wenigen Tagen dicht sein und dann kann der Innenausbau starten.
Spindler
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Viele der Gäste sind erstaunt, wie groß der Bau in der Bartengasse wirkt. Auf insgesamt 1063 Quadratmetern Nutzfläche möchte die Caritas den Menschen im Schrobenhausener Land Raum für Veranstaltungen bieten, benachteiligten Personen Hilfsangebote machen und den eigenen Mitarbeitern mehr Raum für ihre Dienste zur Verfügung stellen, wie Caritas-Kreisvorsitzende Elisabeth Teschemacher sagt. "Ich kann es kaum erwarten, dass wir das Gebäude endlich nutzen dürfen", fügt Teschemacher an.
So soll es in einem Jahr aussehen: das neue Haus des Caritas-Kreisverbandes in der Schrobenhausener Altstadt.
So soll es in einem Jahr aussehen: das neue Haus des Caritas-Kreisverbandes in der Schrobenhausener Altstadt.
SZ-Archiv
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Durch die Reden Teschemachers und der beiden beauftragten Planerinnen Kristin Kurczinski und Sandra Starick ziehen sich vor allem die archäologischen Ausgrabungen auf der Baustelle in der Innenstadt während der Anfangsphase. Mal ernst, mal mit einem deutlichen Hauch von Ironie. Während Teschemacher deutlich darauf verweist, dass die Archäologie den Bau um mindestens ein halbes Jahr seit der Grundsteinlegung im September vergangenen Jahres aufgehalten und durchaus eine Stange Geld gekoste habe, beweist Starick schon mehr Humor: "Und dann konnten wir endlich beginnen - mit den archäologischen Ausgrabungen." Die fast 40 Gäste in der Bartengasse quittieren das mit einem Lacher. Starick klärt die Besucher des Richtfestes auch darüber auf, was die Wissenschaftler so alles ausgegraben hatten: alte Keller, alte Stallungen und zwei Fliegerbomben. Starick: "Wir haben viel Zeit verloren."
Zimmerermeister Klaus Brück hatte einen kurzen Richtspruch parat, trank sein Glas leer und warf es vom Gerüst.
Zimmerermeister Klaus Brück hatte einen kurzen Richtspruch parat, trank sein Glas leer und warf es vom Gerüst.
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Ihre Partnerin Kurczinski hat auch einige Daten auf Lager. Im neuen Caritas-Haus wurden bislang rund 25000 Ziegel für die Wände verbaut. Dazu kamen bislang etwa 680 Kubikmeter Beton, 45 Kubikmeter Holz und rund 2500 laufende Meter Holz. Sogar etwa 150 Tonnen Stahl haben die Bauarbeiter bisher in dem dreigeschossigen Haus verbaut. Und das in etwas mehr als 6000 Arbeitsstunden. Trotz Straßensperrungen durch den Altstadtumbau und die damit verbundenen abenteuerlichen Routen für die Lastwagenfahrer, die das Baumaterial heranschafften, sei der Bau zügig gewachsen.

Laut Kurczinski entstehe in der Bartengasse ein Haus, das "wir für Menschen schaffen, die in der Schnelllebigkeit unserer heutigen Gesellschaft keine Lobby finden". Das neue Haus, so Starick, stehe sinnbildlich für "ein grenzenloses Miteinander der Menschen". Es solle nicht ausschließlich Besuchern ein angenehmes Umfeld bieten, sondern "auch den Mitarbeitern, die durch ihre Tätigkeit im Dienst der Menschen dem Gebäude irgendwann einmal eine Seele geben werden".

Wann das sein sollte, weiß Elisabeth Teschemacher. Sie blickt in den noch grauverhangenen Himmel, der im Laufe des Tages aufreißt und dem blauen Firmament Luft macht, und spricht vom außerordentlich guten Wetter für Anfang November. Das sei vorteilhaft für die Bauarbeiten, die mit Hochdruck liefen. "Jeden Tag habe ich den Wetterbericht beobachtet", denn die Gefahr, dass der Winter Einzug halte, steige täglich. Doch das Dach werde in wenigen Tagen geschlossen und dann könne der Innenausbau beginnen. "In einem Jahr wird der Vollbetrieb beginnen", prognostiziert Teschemacher. Es sei denn, der Winter beschere der Baustelle doch früher als gedacht Schnee und Eis.
Jürgen Spindler
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