Montag, 25. Juni 2018
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Strecke zwischen Strobenried und Euernbach ist 4,5 Kilometer lang

Radweg eingeweiht

Strobenried
erstellt am 14.06.2018 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Strobenried/Euernbach (bdh) Dieses viereinhalb Kilometer lange Asphaltband kann man ganz unterschiedlich interpretieren: Für Scheyerns Bürgermeister Manfred Sterz ist es ein "Brückenschlag", sein Gerolsbacher Amtskollege Martin Seitz freut sich, dass "die Gemeinde mal wieder um ein Teilstück Radweg reicher geworden ist", und Lutz Mandel, der Leiter des Staatlichen Bauamts Ingolstadt, sieht es als Teil der "zukünftig durchgängigen Radwegverbindung zwischen Pfaffenhofen und Schrobenhausen". Fakt ist: Seit heute Nachmittag ist der Radweg Euernbach-Strobenried entlang der Staatsstraße 2045 auch ganz offiziell eingeweiht.
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Die Radler warten schon: Arne Schönbrodt (v. r.) und Lutz Mandel vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt, Landrat Martin Wolf, die Bürgermeister Martin Seitz und Manfred Sterz durchschnitten zusammen mit Vertretern der am Bau beteiligten Firmen das obligatorische weiß-blaue Band.
Die Radler warten schon: Arne Schönbrodt (v. r.) und Lutz Mandel vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt, Landrat Martin Wolf, die Bürgermeister Martin Seitz und Manfred Sterz durchschnitten zusammen mit Vertretern der am Bau beteiligten Firmen das obligatorische weiß-blaue Band.
Hofmann
Strobenried
Pater Benedikt, der den kirchlichen Akt übernahm, war zusammen mit seinen Ministranten auf dem zu diesem Zeitpunkt noch ungeweihten Weg auf dem Fahrrad vom Kloster Scheyern bis nach Strobenried gekommen und hatte gezählt: "50 Autos haben mich überholt von Vieth bis hierher". Hätte es den Radweg noch nicht gegeben, hätten die alle langsamer werden und bei Gegenverkehr sogar abbremsen müssen. Auch für die Autofahrer sei der Weg also eine Erleichterung.

Dabei sind 50 Autos für die Direktverbindung zwischen Schrobenhausen und Pfaffenhofen gar nicht mal viel. 4800 Fahrzeuge seien hier täglich unterwegs, sagte Lutz Mandel. Dazu ist die Strecke kurvig und teils unübersichtlich - die Folgen für die Radler beschrieb Landrat Martin Wolf: "Es hat sich niemand mehr auf die Straße getraut." Das sei nun vorbei, sagte Wolf, der auch auf die Radloffensive des Landkreises Pfaffenhofen verwies, und steckte gleich das nächste Ziel ab: "Wir brauchen den Schluss nach Schrobenhausen."

Beim Weiterbau des Radwegs über Oberlauterbach bis nach Altenfurt, wo derzeit der aus Schrobenhausen kommende Weg endet, ziehen schon jetzt Staatliches Bauamt und die betroffenen Kommunen Gerolsbach, Aresing und Schrobenhausen an einem Strang. Die technische Planung liege bereits vor, sagte Mandl, "aktuell laufen die Grunderwerbsverhandlungen". Martin Seitz hofft, dass der letzte Lückenschluss innerhalb der nächsten zwei Jahre realisiert werden kann.

Apropos Grunderwerb: Dass es mit dem Radwegbau zwischen Euernbach und Strobenried so schnell geklappt hat - zwischen der ersten Idee 2014 und der Einweihung liegen nicht einmal vier Jahre - sei auch den Grundstückseigentümern zu verdanken, die die benötigten Flächen zur Verfügung gestellt haben, darauf wiesen alle Redner hin. "Sie haben etwas ganz wichtiges getan für die Zukunft", sagte etwa Wolf. Auch Bauaufseher Gerhard Fischer vom Staatlichen Bauamt, den nicht nur die Strobenrieder auch schon von anderen Baumaßnahmen gut kennen, bekam viel Lob.

Ebenfalls seinen Anteil an der Realisierung des Radwegs habe nach den Worten von Martin Seitz Landtagsabgeordneter Karl Straub. Der habe den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden einen Termin beim damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer verschafft, der sich wiederum dafür eingesetzt habe, dass die Strecke in das Programm für den nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatsstraßen gerutscht sei. Der Weg sei übrigens "einer der längsten, die derzeit in Bayern gebaut werden oder wurden", sagte Lutz Mandel. Die Kosten bezifferte er mit 1,6 Millionen Euro.

Nachdem Pater Benedikt dem Weg den kirchlichen Segen gegeben, die Prominenz das obligatorische Band durchgeschnitten und sich am von der Gemeinde Gerolsbach aufgebauten Stand alle mit typischen Radlergetränken wie stillem Wasser, Saftschorle und Sekt gestärkt hatten, machte sich eine große Gruppe Radler aus beiden Gemeinden mit Manfred Sterz an der Spitze auf zur Jungfernfahrt. Von Euernbach aus traten einige Gerolsbacher dann über die Staatsstraße 2084 die Heimfahrt an. Dort gibt es noch keinen durchgehenden Radweg - noch. "Wir wollen noch mal 1,5 Kilometer bauen", hatte Manfred Sterz in Strobenried unter Applaus versprochen, "und das ist Euernbach-Eisenhut."
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