Dienstag, 13. November 2018
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Georg-Alber-Straße, Wittelsbacher Platz, Bürgermeister-Stocker-Ring: Bauausschuss will Regelungen überprüfen

Mehr Parkverbote in Schrobenhausen?

Schrobenhausen
erstellt am 12.09.2018 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Es stand gar nicht auf der Tagesordnung und trotzdem war das Thema Parken, das Thema, das im Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend die meisten Reaktionen hervorrief. Gerhard Winter (CSU) war es, der es anbrachte. Denn aus seiner Sicht laufe da an zwei Stellen in Schrobenhausen etwas gehörig schief.
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Parkende Autos am Straßenrand machen vor allem vor Kurven die Verkehrslage unübersichtlich. Im Bereich Herzog-Ludwig-Straße ? Georg-Alber-Straße ? Wittelsbacher Platz sei das besonders der Fall, findet Stadtrat Gerhard Winter und wünscht sich Parkverbote.
Parkende Autos am Straßenrand machen vor allem vor Kurven die Verkehrslage unübersichtlich. Im Bereich Herzog-Ludwig-Straße - Georg-Alber-Straße - Wittelsbacher Platz sei das besonders der Fall, findet Stadtrat Gerhard Winter und wünscht sich Parkverbote.
Burgstaller
Schrobenhausen
Am Wittelsbacher Platz beim Bahnhof und in der Georg-Alber-Straße, vor allem an den Kurven, herrsche Chaos. "Da stehen parkende Autos dicht auf dicht, die Straße ist dafür aber viel zu schmal. Die Bürgersteige werden dann befahren und es ist extrem unübersichtlich", monierte Winter. Er bat darum zu prüfen, ob man dort nicht absolute Halteverbote auszeichnen könnte, um die Lage zu entspannen. Dass er damit einen Nerv getroffen hatte, zeigte sich prompt.

Verkehrsreferentin Martha Schwarzbauer (SPD) schloss sich Winter an: "Unter aller sau", nannte sie die Situation rund um den Bahnhof. "Und die Polizei macht nichts", echauffierte sich Schwarzbauer. Sie selbst habe nämlich ein einmal auf eigene Faust versucht, Recht und Ordnung wieder herzustellen. "Ich habe da Fotos gemacht und die mit Kennzeichen der Parksünder an die Polizei weitergegeben", erzählt sie. Die Reaktion sei enttäuschend gewesen. "Nichts haben sie gemacht!", empörte sie sich. "Weil sie nicht können", erklärte gleich darauf Gerhard Winter. So viel wisse er, dass die Regelung der Parksituation Sache der Stadt sei, nicht aber der Polizei. Und genau deshalb bringe er das Thema ja nun auch im Bauausschuss an, so Winter.

"Das ist schon richtig", schaltete sich nun auch Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) ein. Auch ihm sei dieses Thema nicht neu. Schließlich ist er oft genug schon von frustrierten Anwohnern der Gerorg-Alber-Straße auf die Missstände aufmerksam gemacht worden. Er vor Kurzem hatten sich zwei Anwohnerinnen an unsere Zeitung gewandt, weil sie bei der Stadt kein Gehör gefunden hatten - seit geschlagenen zwei Jahren. Ihr Urteil für ihre Straße lautete: marode Gehsteige, zu zugeparkt, unübersichtlich und dadurch für Fußgänger und fahrradfahrer gefährlich. "Wir sind also eh dabei, zu prüfen, was man da machen könnte", erklärte Stephan den Ausschussmitgliedern. "Das nehmen wir dann gleich mit auf die Liste, was du sagst, Gerhard", versprach er seinem Parteikollegen.

Den Dialog zwischen Winter und Stephan hatte anscheinend Jakob Mahl (proSob) zum Nachdenken genutzt. Denn nun hatte auch er noch einen Wunsch: Auch die Parkregelung am Bürgermeister-Stocker-Ring auf Höhe Herzoganger sollte man einmal unter die Lupe nehmen. "Da parken die Eltern der Maria-Ward-Schülerinnen ganz gerne, weil es das Naheste, ist, wie man an die Schule ranfahren kann", so Mahl. "Ein richtiges Chaos" herrsche dort an manchen Tagen. Da sei es so eng, "dass man mit dem Radl gar nicht mehr gscheit durchkommt". Für ihn als passionierten Radfahrer kein Zustand. Bürgermeister Stephan versprach, auch diesen Wunsch auf seine Prüfliste mitaufzunehmen.

Werner Lemal (FW) allerdings war das nicht genug. Seine Meinung: "Nur Schilder helfen doch da gar nichts, da müsste wirklich mehr kontrolliert werden", erklärte er. Schließlich komme ihm das Thema schon recht bekannt vor. "Das hatten wir doch alles schonmal, aber passiert ist nichts", meinte er sich zu erinnern - ein Hinweis, der allerdings auch keine schnelle Lösung herbeizaubern konnte, dem Ganzen wohl aber noch etwas Nachdruck verlieh. "Wir gehen der Sache nach", versicherte Stephan und beendete die Debatte.
 

Ein unwiderstehliches Angebot

Wenn das durchgeht, dürften die Chancen darauf, dass Schrobenhausen - wie von der CSU-Fraktion im Stadtrat gefordert - ein neues Bürgerzentrum bekommt, stark ansteigen. Während der Sommerpause im August sei dem städtischen Bauamt nämlich ein interessantes Angebot des Bundes ins Haus geflattert, wie Stadtbaumeister Axel Westermair in der Sitzung am Dienstag erklärte.

Kommunen konnten sich dabei mit konkreten Projekten bewerben, die die Sanierung von Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur vorsehen, und erhalten bei Zuschlag eine saftige Finanzspritze aus dem Förderprogramm. Bis zu 45 Prozent seien da drin. Also habe man schon einmal ohne den Beschluss des Bauausschusses zugegriffen und sich beworben - sonst wäre die Bewerbungsfrist verstrichen, wie Westermair erklärte.

"Unser Kämmerer hat das geprüft, die Förderbedingungen sind äußerst attraktiv", versicherte auch Bürgermeister Stephan. Und weil das so ist, habe man natürlich nach weiteren sanierungsbedürftigen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur gesucht.

Beim Freibad sei man fündig geworden, hier dürfte doch endlich einmal der Servicetrakt neu gebaut werden. "Genau die richtige Entscheidung", fand Josef Dietenhauser (DU). "Da braucht's was machen, keine Frage. "

So sahen das wohl auch die anderen Ausschussmitglieder und segneten die Teilnahme am Bundesprogramm einstimmig ab. Werden die eingereichten Projekte aus Schrobenhausen als förderfähig bewilligt, besteht für die Stadt übrigens trotzdem kein Zwang, sie auch zu realisieren. Dass aber tatsächlich neu gebaut wird, dürfte mit der Superförderung vom Staat sehr viel wahrscheinlicher werden.
Alexandra Burgstaller
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