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Drittklässler besuchten zusammen mit Bürgermeister Karlheinz Stephan eine besondere Ausstellung in der Stadtbücherei

Wie man mit kleinen Beiträgen die Welt rettet

Schrobenhausen
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Warum ist die Welt eigentlich in Gefahr? Die Drittklässler der Franziska-Umfahrer-Schule, die zusammen mit ihrer Lehrerin Ulrike Steger in die Stadtbücherei gekommen sind, müssen nicht lange überlegen.
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Schrobenhausen: Wie man mit kleinen Beiträgen die Welt rettet
Schon alte 81 Handy wurden bis gestern in einen Sammelbehälter in der Stadtbücherei geschmissen. Umweltreferentin Tanja Jenter hofft, dass bis zum Donnerstag noch einige dazu kommen.
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Kaum hatte Renate Schwäricke vom Bund Naturschutz die Frage gestellt, schon schießen die Finger in die Höhe. "Weil wir ganz viel haben und die Menschen in Afrika ganz wenig", sagt ein kleines Mädchen. "Weil es so viele Kraftwerke gibt, die die Erde erwärmen", weiß ein Bub. "Weil es so viel Plastik gibt", erklärt ein anderer und betont: "Man kann die Welt schützen, wenn man nicht immer Plastik kauft."

Renate Schwäricke lotst die Schüler zur ersten Station der Ausstellung "Rette die Welt . . . zumindest ein bisschen", die derzeit in der Stadtbücherei aufgebaut ist. Noch bis zum Donnerstag ist die Schau der Verbraucherzentrale Bayern, die sich auf kindgerechte Art und Weise mit Ressourcenschutz befasst, dort zu sehen. Was kann jeder einzelne tun, um den Rohstoffverbrauch zu sehen, will Schwäricke wissen. Den Kindern fällt auch dazu einiges ein. Möglichst wenig Müll produzieren etwa oder keinen Strom und kein Wasser verschwenden. Man kann sein Pausenbrot in einer Dose mit zur Schule nehmen, schlägt ein Mädchen vor. Die könne man immer wieder verwenden. Ein anderer Vorschlag lautet: keine Lebensmittel wegwerfen. Das ist Schwärickes Stickwort. "Jeder von uns wirft durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg", führt sie weiter durch die Ausstellung und will von den Kindern wissen, wie man es besser machen könnte. "Bei Obst kann man die schlechten Stellen einfach wegschneiden", sagt eine Schülerin. Und ein Bub schlägt vor, Lebensmittel, die nicht mehr einwandfrei sind, auf dem Komposthaufen zu entsorgen. "Dann wird wieder fruchtbare Erde draus", ergänzt Schwäricke.

An einer Station der Ausstellung ist eine Sammelbox für alte Handys aufgestellt. Denn diese enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. "Wir haben schon 81 Handys in der Box", freute sich die städtische Umweltreferentin Tanja Jenter gestern. Wer noch ein altes Handy zu entsorgen kann, kann dies bis Donnerstag tun.

Von Eleonore Wöhrle
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