Dienstag, 19. Juni 2018
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Seine Reise von den Giesinger Isarauen über das Glockenbachviertel und das Olympiastadion hinaus in die große weite Welt führt Hundling alias Phil Höcketstaller am Samstag schnurstracks nach Schrobenhausen. Im Interview erzählt er, worauf sich das Publikum im GreenHaus gefasst machen darf.

"Stravanza di Bavaria"

Schrobenhausen
erstellt am 11.10.2017 um 21:22 Uhr
aktualisiert am 15.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Humorvoll-tiefgründig seien seine Songs, heißt es auf der Homepage des Münchner Songwriters, Gitarristen und Sängers Phil Höcketstaller. Die Rede ist auch vom "Stravanza di Bavaria". Und davon, wie sich "original Münchner Schmäh mit Weltläufigkeit zu einer großen philosophisch-tanzbaren Universalparty" paart. Das Ganze werde "mit einem Sound kredenzt, der in etwa so lässig daherkommt wie ein blaugemachter Spätsommernachmittag am Flaucher, irgendwo verortet zwischen Folk, Reggae und allerlei Americana, verbunden mit einem Schuss Isarflimmern und einer unbändigen Liebe zur Melodie". Los geht es am Samstag im Jugendzentrum GreenHaus um 20 Uhr (Einlass ist ab 19 Uhr). Karten zum Preis von 12 (Abendkasse 15) Euro gibt es im GreenHaus, Telefon (08252) 707 72 50.
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Schrobenhausen: "Stravanza di Bavaria"
Münchner Wirtshaus-Gschichtn und viel Musik bringt Hundling (vorne) samt Band am Samstag mit nach Schrobenhausen. - Foto: Michael Pfitzner
Schrobenhausen

Worauf genau können sich denn die Schrobenhausener am Samstag freuen?

Phil Höcketstaller: Auf eine Mischung aus Münchner Gschichtn, bayerischen Texten, Wirtshausflair und auf einen guten amerikanischen Stilcocktail: Rock 'n' Roll, Jazz, Groove und Reggae. Und einen Schuss Folk. Und einen Schuss Romantik.

 

Hört sich ja abenteuerlich an . . .

Höcketstaller: Genau! Es ist halt eine typische Münchner Wirtshaus-Gschichtn-Erzählerei, vom Schmäh her. Wenn die Leute checken, dass es wuid wird, dann ist es gut.

 

Ihr habt euch ja erst Anfang 2015 gegründet. Dann gleich den Heimatsoundwettbewerb und den Giesinger Bandcontest gewonnen, seid Preisträger des Kufsteiner Kleinkunstpreises "Salzfassl", seid in den Top 20 der besten deutschen Liedermacher, und, und, und - da ging es ja, auf gut bayerisch, gach bergauf?

Höcketstaller: Irgendwie haben wir Glück gehabt mit dem Heimatsoundwettbewerb. Und dann haben wir halt relativ schnell und viel Konzerte gespielt. Dass es in der Kritik gut ankommt . . . keine Ahnung . . . da muss man die Kritiker fragen. Wir haben ja beispielsweise auch noch den Walther-von-der-Vogelweide-Preis gekriegt, sind jetzt zum dritten Monat in Folge in den Top 20 der besten deutschen Liedermacher - das ist eigentlich ganz cool für bayerische Texte.

 

Apropos bayerisch: Ein Hundling ist ja ein Gewiefter, ein Frecher, der aber trotzdem irgendwie lieb ist, gern mal einen flotten Spruch raushaut - beschreibt euch das richtig?

Höcketstaller: Genau richtig, was du sagst! Ein Hundling ist einer, der mit Mitteln arbeitet, die nicht ganz koscher sind; einer, der nicht hundertprozentig regelkonform arbeitet, dem man aber trotzdem nicht böse ist. Der das mit bissl Schmäh und mit einem gewissen Charme macht. Den man aber trotzdem bewundert dafür, dass er's so gemacht hat, wie er es gemacht hat.

 

Hat Hundling eigentlich vor den Plänen zum Auftritt schon mal was von Schrobenhausen gehört?

Höcketstaller: Ja natürlich! Wir essen ja alle gern Spargel.

 

Ihr habt ja diesen Song, "Ois Chicago" . . .

Höcketstaller: Ja, das ist ein Spruch aus der Fernsehserie Münchner Gschichtn.

 

. . . was müssten denn die Schrobenhausener anstellen, damit es irgendwann heißt: "Ois Schromhausn"?

Höcketstaller: Dazu müssten sie uns fünfmal hintereinander ausverkaufte Konzerte in Schrobenhausen bescheren.

 

Dann schauen wir mal, ob das am Samstag gleich mal klappt . . .

Höcketstaller: Genau! Übrigens haben wir auch noch einen Stargast dabei: den Hansi Enzensperger von "Organ Explosion". Der ist der Hammer! Der nimmt seine Hammondorgel mit nach Schrobenhausen; weißt schon, so ein fetter Apparat . . . ein Highlight!

 

Von Hammondorgeln hört man ja heutzutage gar nichts mehr - gibts die Dinger tatsächlich noch?

Höcketstaller: Ja! Das ist so geil - so geil! -, dieses Instrument! Wahnsinn! Ich freu mich schon!


Das Interview führte Ute De Pascale.

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