Samstag, 19. Januar 2019
Lade Login-Box.

Böllersalven am Stadtwall

Schrobenhausen
erstellt am 01.01.2016 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 08:21 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Mit lautem Knall und jeder Menge Rauch begrüßten die Böllerschützen der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft Schrobenhausen das Jahr 2016. Das traditionelle Neujahranschießen lockte eine ganze Reihe von Zuschauern an den Stadtwall.
Textgröße
Drucken
Schrobenhausen: Böllersalven am Stadtwall
Sogar Kanonen hatten die Schrobenhausener Böllerschützen dabei, als sie am Stadtwall das neue Jahr willkommen hießen. Die Jagdhornbläser sorgten für festliche Klänge - Fotos: Wöhrle
Schrobenhausen

Seit vielen Jahren gehört der Brauch zur festen Tradition der Schrobenhausener Böllerschützen am ersten Tag des neuen Jahres. Mit dabei sind die Schrobenhausener Jagdhornbläser, die auch diesmal das Ritual mit passenden Musikstücken umrahmten.

Zunächst sprachen Schützenmeister Andreas Mayer, Bürgermeister Karlheinz Stephan und Landrat Roland Weigert den Zuschauern ihr Neujahrswünsche aus. Bürgermeister Stephan wagte eine Prognose: Die beiden großen Themen, die die Stadt Schrobenhausen auch im neuen Jahr besonders fordern werden, seien die Unterbringung der Flüchtlinge und der Altstadtprozess. Landrat Weigert befürchtet gar, dass die Flüchtlingskrise im Jahr 2016 die Möglichkeiten des Landkreises überfordern werde (siehe Bericht unten).

Nach den Ansprachen gab Schützenmeister Andreas Mayer das Kommando für die Eröffnungsfanfare. Erst „Laden“, dann „Aufziehen“. Zwei Dutzend Böllerschützen und dazwischen Mitglieder der Schrobenhausener Schützenkompanie in ihren blauen Uniformen hatten sich entlang des Stadtwalls aufgereiht. Sogar Kanonen hatten sie mit dabei, um es so richtig krachen zu lassen. Das lautstarke Spektakel, mit dem nach einem alten Brauch die bösen Geister vertrieben werden sollen, hat in Schrobenhausen einen festen Zuschauerstamm.

Viele hielten sich vorsichtshalber die Ohren zu, als die Böller- und Kanonenschüsse abgegeben wurden. Die Schützen trugen sowieso Stöpsel in den Ohren. Nach mehreren Durchläufen lag der Schrobenhausener Stadtwall im Nebel und der Geruch von Schießpulver in der Luft. Die Zuschauer waren zufrieden, die Feuerschützen haben wieder einmal eine gekonnte Vorstellung geboten und wurden dafür mit einem kleinen Umtrunk belohnt.

Von Eleonore Wöhrle
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!