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Seit 1994 fährt Manfred Schwaak nach Litauen, um Kinder zu Weihnachten zu bescheren

20 Jahre und noch kein Ende geplant

Schrobenhausen
erstellt am 02.01.2014 um 20:01 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 08:06 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Wenn das kein Grund zum Feiern ist: In diesem Jahr ging die Baltikumfahrt der Kinderhilfe Litauen unter der Leitung des Vorsitzenden Manfred Schwaak in die 20. Runde.
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Schrobenhausen: 20 Jahre und noch kein Ende geplant
Höhepunkt der jährlichen Litauenreise ist die Weihnachtsfeier im Kinderheim in Kaunas. Nach den Vorführungen der Kinder folgt die Bescherung, natürlich mit eigens organisiertem Nikolaus - Fotos: privat
Schrobenhausen

Wieder hatten sich eine Großzahl von Kindergärten und Schulen – 18 um genau zu sein – in und um Schrobenhausen beteiligt und Sach- sowie Geldspenden für Weihnachtsgeschenke bereitgestellt. Pünktlich am 10. Dezember starteten Schwaak und sein Team die zehntägige Reise, um Kinder und alten Menschen in insgesamt fünf Einrichtungen und drei verschiedenen Orten in Litauen zu bescheren.

Und wie auch von den Fahrten der vergangenen 19 Jahre, kann Organisator Schwaak von der diesjährigen nur schwärmen. „Es war wieder wunderschön, keine Vorfälle und alle waren wir einfach nur glücklich“, so sein Fazit. Überhaupt sei die ganzen 20 Jahre nie etwas Ernsthaftes passiert, erklärt der Rentner, das sei durchaus bemerkenswert: „Durch Polen sind es immerhin auch 850 Kilometer und dort herrscht immer sehr starker Verkehr.“ Und auch diesmal ging alles gut und so kam das sechsköpfige Team, bestehend aus Toni Drexler, Diether Brandt, Helmut Fischer, Michael Bauer und Helmut sowie Manfred Schwaak, wohlbehalten an ihrer ersten Station, der Dorfschule in Želsva, an. Dort erwartete die Mannschaft eine liebevoll gestaltete, heitere Weihnachtsfeier mit Gesangs- und Tanzauftritten von Schülern und Lehrern. „An Weihnachten geht’s in Litauen immer sehr fröhlich und bunt zu“, erklärt Schwaak.

Schon am nächsten Tag bescherten er und seine Helfer dann die behinderten Kinder des Kinderheims in Kaunas. „Unsere wichtigste Station“, sagt Manfred Schwaak. „Das Heim wird von uns von Anfang an unterstützt, auch mit Geldspenden aus dem Schrobenhausener Raum.“ So habe man beispielsweise schon einen Erholungsraum finanzieren oder den Speiseraum mit neuen Möbeln ausstatten können. „Das nächste Projekt für den Sommer soll ein behindertengerechter Spielplatz sein“, verrät Schwaak. Wichtig sei ihm auch, sagt er weiter, dass die Unterstützer aus der Heimat mit eigenen Augen sehen können, wie ihre Spenden eingesetzt werden und wie viel sie damit auch bewirken. So sei er im vergangenen Frühjahr beispielsweise mit den Rotariern nach Kaunas gefahren: „Alle waren sehr begeistert“, erinnert er sich.

Doch nicht nur deshalb sei diese Station für Manfred Schwaak auch immer der Höhepunkt der jährlichen Litauenfahrt. „Der Direktor dort, Liudas Ancudavicius, leistet ganz tolle Arbeit und auch zu sehen, wie die behinderten Kinder sich freuen und was sie auf die Beine stellen berührt uns alle immer sehr“, erzählt er sichtlich ergriffen. Das Engagement der Mitarbeiter, die Aufführungen der Kinder und die Liebe und Wärme, mit der sie jedes Jahr dort empfangen werden, sei laut Schwaak, „einfach beeindruckend“. Auch hätten sich durch die langjährige Zusammenarbeit Freundschaften entwickelt, was das jährliche Wiedersehen noch einmal intensiver mache.

Doch so schön es auch war in Kaunas, eine Station fehlte ja noch; nämlich im zirka zwei Stunden entfernten Klaipeda. Der halbe Laster voller Päckchen, galt es dort noch mehr Kinder und auch Senioren glücklich zu machen, und zwar in gleich drei Einrichtungen: ein Kindergarten, eine Kinderklinik und erstmalig auch ein Altenpflegeheim. „Fast ein bisschen stressig“, schmunzelt Schwaak. Trotzdem erlebten er und seine weihnachtlichen Helfer auch in der Hafenstadt an der Ostsee wieder schöne Momente und am Ende glückliche Kinder und Senioren. „Ein schöner Abschluss“, meint Manfred Schwaak.

Am nächsten Tag dann machten sie sich allerdings schon wieder auf den Rückweg nach Deutschland und das aus Zeitgründen mit der Fähre: „Zu Weihnachten wollten wir doch pünktlich wieder zu Hause sein“, erklärt Schwaak. Und das gelang, am 20. Dezember kam die Truppe wohlbehalten wieder in Schrobenhausen an.

Doch kaum zurück, hat Manfred Schwaak schon neue Pläne: „Im April feiern wir hier groß unser Jubiläum. Mit jungen Künstlern aus Schrobenhausen und Litauen. Da sind alle Helfer eingeladen. Und im August sind wir schon wieder in Litauen“, berichtet er. Da sei ein Kinderfest geplant und am nächsten Tag seien sie als Ehrengäste bei einer Feier der Landrätin geladen.

Von Alexandra Burgstaller
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