Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Gesamtkosten für Turnhalle bei acht Millionen

Planer hoffen auf vernünftige Angebote

Karlskron
erstellt am 12.10.2018 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Karlskron (SZ) Der Sachstand über die Kostenentwicklung und den Baufortschritt der neuen Karlskroner Turnhalle und die Kostenbeteiligung des SV Karlskron war ein weiteres Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung, an der auch Vertreter des beauftragten Architekturbüros Krug Grossmann teilnahmen.
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Wie Planer Marcus Vollmann vor den Räten bekannte, habe er noch nie so eine Zeit wie jetzt erlebt. "Wir telefonieren den Firmen hinterher", schilderte er. Es sei äußerst schwierig, Unternehmen überhaupt zu finden. "Die brauchen die Aufträge nicht. " Einige Gewerke mussten neu ausgeschrieben werden, weil Firmen zwar die Aufträge erhalten und angenommen hätten, aber dann wieder davon zurücktraten, weil sie etwas Lukrativeres fanden.

Immerhin sei das Dach jetzt dicht, nachdem die Lieferschwierigkeiten für das Blech überwunden sind. Der Garten- und Landschaftsbau, zu dem auch die Spielgeräte und der Hartplatz gehören, musste schon zweimal ausgeschrieben und wieder zurückgenommen werden, da der Kostenansatz beide Male erheblich überschritten worden war. Die Planer hoffen jetzt auf "vernünftige Angebote".

Die Kosten für die Sporthalle mit Mittagsbetreuung und Vereinssport liegen derzeit bei rund acht Millionen Euro. 2016 war man von Kosten von knapp 6,8 Millionen Euro ausgegangen. "Ich muss es ganz klar sagen: Damit bin ich nicht zufrieden", erklärte Gemeinderat Martin Wendl (Grüne). "Wir sind zum Teil selber schuld, weil wir das Projekt immer wieder hinausgeschoben haben", räumte Andreas Schwinghammer (FW) selbstkritisch ein. Dominik Krammer (SPD) wollte noch wissen, ob die Umkleiden für die Fußballer eventuell früher fertiggestellt werden könnten - die Inbetriebnahme der Halle ist für Sommer nächsten Jahres geplant. Dies dürfte jedoch schwierig werden.

In der jüngsten Karlskroner Gemeinderatssitzung wurde auch detailliert die Aufschlüsselung der Kosten erläutert. Die Eigenmittel, die die Gemeinde für die Sporthalle (ohne Mensa, Pausenhof und Außenanlagen) aufwenden muss, liegen bei knapp 4,3 Millionen Euro. Der SV Karlskron muss 210000 Euro selber aufbringen.
Bernhard Pehl
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